Deutschland in der Schuldenfalle - so bekommt man seine Finanzen in den Griff

07.08.2018

Hier ein Shirt, dort ein Paar neue Schuhe und zwischendurch noch beim Last-Minute-Angebot-für den Sommerurlaub zugeschlagen – noch nie war es so leicht, Geld auszugeben. Das liegt nicht zuletzt am schier endlosen Angebot im Internet. Besonders jüngeren Menschen fällt es schwer, sich beim Geldausgeben zu zügeln. Die Folge: Immer mehr Menschen geraten in finanzielle Schwierigkeiten. In Deutschland sind fast sieben Millionen Privatpersonen überschuldet.

Doch nicht nur wer über seine Verhältnisse lebt, ist von Überschuldung bedroht. Auch Erkrankungen oder Unfälle mit gesundheitlichen Folgen können ohne Absicherung zu einer finanziellen Notlage führen. Statistisch gesehen scheidet beispielsweise die Hälfte aller Erwerbstätigen aufgrund von körperlichen oder psychischen Erkrankungen vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter aus dem Berufsleben aus. Deshalb ist es sinnvoll, die eigene Arbeitskraft abzusichern. Das geht mithilfe einer Berufsunfähigkeitsversicherung, die den Versicherten im Ernstfall vor dem finanziellen Ruin bewahrt. Darüber hinaus können auch Tagesgeldkonten, Bausparverträge oder andere Anlagemöglichkeiten als Rücklage für einen vorzeitigen Ruhestand dienen.

Ausgaben überblicken

Auch wenn es manchmal ein wenig kleinlich erscheint: Wer seine Ausgaben detailliert auflistet, lernt, seine Finanzen in den Griff zu bekommen. Wer am Ende des Monats sämtliche Kassenbelege addiert, weiß genau, wie viel Geld er wofür ausgegeben hat und kann unnötige Anschaffungen in Zukunft vermeiden. Ebenso hilfreich kann es sein, das eigene Kaufverhalten zu analysieren: Zückt man schneller die Karte oder das Bargeld? Viele Menschen verlieren den Überblick über ihre Ausgaben, wenn sie ihre Einkäufe mit der EC-Karte bezahlen. Sie bremsen sich eher, wenn zu viele Scheine aus dem Geldfach des Portemonnaies verschwunden sind. Andere wiederum benutzen ungern ihre EC-Karte und kaufen sich schneller etwas, wenn sie Bargeld in der Tasche haben. Wer herausfindet, zu welcher Gruppe er gehört, kann gezielt die andere Zahlungsweise einsetzen, um Impulskäufen vorzubeugen. Nichtsdestoweniger sollte man nicht vergessen, sich zwischendurch auch mal etwas zu gönnen. Um jedoch den Budgetrahmen nicht zu sprengen, kann es helfen, Geld für diese Belohnungen zur Seite zu legen. So reißen auch Sonderausgaben kein Loch in die Haushaltskasse.

Unnötige Schulden vermeiden

Wer seine Schulden minimieren möchte, sollte während der Abzahlung versuchen, ausschließlich eigenes Geld auszugeben, um nicht noch mehr Zahlungsverpflichtungen anzuhäufen. Immer mehr Menschen überziehen zum Ende des Monats ihr Girokonto und verdrängen dabei, dass der sogenannte Dispokredit zu den teuersten Krediten überhaupt gehört. Besser ist es, seine Ausgaben einzuschränken und mit dem vorhandenen Geld zu haushalten: So arbeitet man sich Schritt für Schritt in ein schuldenfreies Leben vor.

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