Neue Spundwände für die Marina

13.03.2019

Die Duisburger Wirtschaftsbetriebe verbauen 2,4 Millionen Euro für die Uferbefestigung an der Marina. Auch in diesem Sommer ist der Freizeithafen nur eingeschränkt nutzbar.

Derzeit werden die Spundwände entlang der Marina erneuert. Betroffen sind 140 Meter zwischen Buckelbrücke und dem Ende des Marina-Zugangs (Rampe). Einige Stege der Marina mussten für die Arbeiten verschoben werden, um Platz für die Arbeitsmaterialien zu schaffen.
Die Gesamtmaßnahme ist in zwei Teile unterteilt: Auf dem längeren Stück von knapp 85 Metern zwischen Buckelbrücke und dem Marina-Hauptponton können neue Spundwände eingesetzt werden. Dafür wird schweres Gerät aufgefahren: Bagger, Geräte und Spundbohlen werden über Pontons zur Verfügung gestellt. Die neuen Spundwände werden vor die alten Spundwände gesetzt. Dafür wurden bereits Ankerbohrungen in der Böschung gemacht, damit die fertige Spundwand am Ende nicht umkippt. Nun werden die Spundwände in die Erde eingerüttelt. Anschließend wird der Hohlraum zwischen der neuen und der alten Spundwand mit Kies und Sand verfüllt und das Gemisch wird verdichtet. Zum Schluss werden die Spundwände mit 34 Ankern, die wie große Schrauben aussehen und 15 Meter lang sind, befestigt.

Parallel wird am Teil rund um die Marina gearbeitet. Weil die Marina nicht verrückbar ist, müssen die Spundwände sehr viel aufwendiger saniert werden. Es werden keine neuen Spundwände eingerüttelt, sondern die bestehende Spundwand um eine L-förmigen Betonwand ergänzt. Betonwände müssen immer in Schalen oder Gerüste eingesetzt werden. Da unter Wasser gearbeitet wird, muss dort deshalb mit einer Stahlschalung gearbeitet werden. Drei Taucher sind dafür die ganze Zeit im Einsatz. Die Arbeit ist sehr beschwerlich, weil die Sicht in dem aufgewirbelten Wasser kaum mehr als 50 cm weit reicht. Zudem müssen auch Schweißarbeiten unter Wasser durchgeführt werden. Es wird mit einem speziellen Betongemisch gearbeitet, das auch unter Wasser aushärtet. Oberhalb des Wassers wird die Wand mit einer Holzschale und einem anderen Betongemisch ergänzt. Die 14 Anker, die hier die alte Spundwand halten, sind noch in gutem Zustand. So müssen sie nicht erneuert, sondern können einfach verlängert werden.

Die Boote, die im Innenhafen überwintern, können während der Maßnahme in der Marina liegen bleiben.

Die Maßnahme läuft bereits seit dem Herbst 2018. Sie dauert voraussichtlich bis zum Frühjahr 2019. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 2,4 Millionen Euro.

Eine Spundwand ist die Wandverstärkung zwischen Ufer und Gewässer. Sie ermöglicht Schiffen, nah am Ufer zu halten ohne den Wegeverlust durch die natürliche Uferböschung in Kauf nehmen zu müssen. Der Innenhafen ist zwischen Schwanentor und den Five Boats komplett mit solchen Spundwänden versehen worden – seit den 1950er-Jahren in 14 Abschnitten. Bei regelmäßigen Kontrollen wird der Zustand der Wände erfasst. Diese Spundwände sind einer natürlichen Witterung ausgesetzt, deshalb müssen sie bei Bedarf erneuert werden.

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