Preisverleihung Jugend interpretiert Kunst

Seit 14 Jahren präsentiert die Stiftung für Kunst und Kultur e.V. das Wettbewerbsprojekt „Jugend interpretiert Kunst“ im Duisburger Museum Küppersmühle. Seit 2014 übernimmt der Essener Chemiekonzern Evonik die Schirmherrschaft für den Preis. Auch in diesem Jahr bewarben sich wieder bundesweit viele hundert Schulen, um die Chance zur Teilnahme an Deutschlands höchst dotiertem Jugendkunstpreis zu erhalten. So wurden auch diesmal 20 Schulklassen per Los ermittelt, die sich mit ihren Wettbewerbsbeiträgen, d.h. mit ihren Antworten auf die zeitgenössische Kunst im MKM der Bewertung der Jury stellen. Alle 20 Teilnehmerklassen und damit mehr als 450 Schüler und ihre Lehrer werden bei der Eröffnungsfeier dabei sein und mit Spannung die Bekanntgabe der Preisträger erwarten.

Die diesjährigen Gewinner kommen aus Frankenthal, Herrenberg und Trier. Bevor jedoch Markus Langer, Leiter Konzernmarketing und PR der Evonik Industries AG, das Geheimnis um die drei besten Wettbewerbsbeiträge lüftet und den Evonik Jugendkunstpreis 2014 vergibt, stellt MKM-Direktor Walter Smerling im Rahmen einer kurzen Talkrunde das Projekt und die Teilnehmer vor. Anschließend tauscht er sich mit Markus Langer, Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link und Jury-Sprecher Coordt von Mannstein über die Besonderheiten des Wettbewerbs aus, bei dem es um einiges geht: um Inspiration, um Neugierde und nicht zuletzt darum, Ideen und Kreativität neu zu entdecken und Potenziale freizusetzen.



Die Juryentscheidung
Die Künstler Anthony Cragg und Abraham David Christian sowie Susanne Kleine, Kuratorin und Ausstellungsleiterin der Bundeskunsthalle Bonn, Markus Langer, Leiter Konzernmarketing und PR der Evonik Industries AG, Werbeagenturchef Coordt von Mannstein, MKM-Direktor Walter Smerling und Sammlerin Sylvia Ströher haben die Preisträger 2014 ausgewählt. Insgesamt hob die Jury die Qualität aller eingereichten Beiträge hervor und würdigte sowohl den Einsatz als auch den Ideenreichtum und die Kreativität der Schüler und Schülerinnen. Nach intensiver Diskussion begründet die Jury ihre Entscheidung über die Plätze 1 bis 3 folgendermaßen:

1. Preis

Der Evonik Jugendkunstpreis 2014 in Höhe von 5.000,- Euro geht an das Albert Einstein Gymnasium, Frankenthal
Bei der Arbeit „Anpassung und Wagnis“ handelt es sich – bei aller Komplexität und Vielfalt der Perspektiven – um eine bemerkenswert geschlossene Gesamtkomposition handelt, die malerische Antworten auf einen erlebten Raum gibt. K.O. Götz hat die malerische Methode geliefert, um sich diesem Raum zu nähern. Eine durchdachte Choreographie und die Nutzung unterschiedlicher Medien zeichnet die Arbeit aus, die dem Betrachter die Vorgehensweise vermittelt und die Entstehung nachvollziehbar werden lässt. Die titelgebende „Anpassung“ besteht in der Auseinandersetzung mit dem Vorhandenen, das „Wagnis“ in seiner intelligenten Transformation. Der Anspruch der Schüler, sich mit der Arbeitsweise der im MKM präsentierten Künstler intensiv vertraut zu machen und individuelle Handschriften in ein harmonisches Ganzes zu überführen, ist hier überzeugend eingelöst worden.

2. Preis

Der 2. Preis geht an das Andreae Gymnasium, Herrenberg
Die Installation „Mefac“ (kurz für „Mediaface“) der Schülerinnen und Schüler aus Herrenberg bringt das Beziehungsgeflecht zwischen Medienmacht und Individuum, Wahrheit und Wirklichkeit auf den Punkt. Sie nehmen dabei Bernard Schultzes „Migofs“, diese in den 60er Jahren entstandenen Plastiken fremder Wesen aus einer unbekannten Welt, zum Anlass, die Rolle der Medien als vierter Gewalt und einer Art fremder Macht zu reflektieren. Welche Verantwortung haben die Medien? Wie geht der Einzelne mit dem Einfluss der Medien und seiner eigenen Verantwortung um? Diese gesellschaftsrelevanten Fragen verdichten sich im Beitrag der Schüler zu einer überzeugenden multimedialen Umsetzung. (Preisgeld 2.000,- Euro)

3. Preis

Der 3. Preis geht an das Angela Merici Gymnasium, Trier
Der Wettbewerbsbeitrag „Zeit“ besticht durch die intelligente malerische Auseinandersetzung mit Anselm Kiefer, Hanne Darboven, Gerhard Richter und weiteren im MKM präsentierten Künstlern. Die Schüler verbinden ihre Herkunft aus einer geschichtsträchtigen Stadt mit der Jetzt-Zeit zu einer inhaltlichen und formalen Spurensuche. Das Thema wird dabei überzeugend als Zusammenspiel praktischer und intellektueller Ansätze aufgearbeitet. Die Arbeit spricht den Betrachter unmittelbar an und überzeugt als inhaltlich engagierte und hochästhetische Umsetzung des Museumsbesuchs. (Preisgeld: 1.000,- Euro)

Teilnehmer / Ausstellung
Die Teilnehmer am Wettbewerb 2014 kommen aus Brühl (NRW), Dortmund (NRW), Duisburg (NRW), Frankenthal (RP), Garmisch Partenkirchen (BY), Hattingen (NRW), Herrenberg (BW), Herzogenrath (NRW), Hösbach (BY), Korbach (HE), Köln (NRW), Krefeld (NRW), Linkenheim-Hochstetten (BW), Neumünster (SH), Niefern-Öschelbronn (BW), Nürnberg (BY), Oberhausen (NRW), Recklinghausen (NRW), Siegburg (NRW) und Trier (RP). Interessierte sind eingeladen, sich die Arbeiten der Schüler bis zum 8. Februar 2015 im MKM zu sehen.

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