Römische Soldaten im Stadtmuseum

22.10.2013 - 12:14 Uhr

Legionäre des Vereins Castra Asciburgium, Foto KSM, Andreas Probst
Legionäre des Vereins Castra Asciburgium, Foto KSM, Andreas Probst

Am kommenden Sonntag (27. Oktober 2013) marschieren im Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg von 13 – 17 Uhr Legionäre aus der römischen Geschichte auf. Der Ort ist passend gewählt: die Ausstellung „ASCIBVRGIVM – Eine römische Militärsiedlung am Niederrhein“. An der Stadtgrenze von Duisburg-Rheinhausen zu Moers-Asberg befand sich im 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung ein Militärlager. Im Museum werden an die 500 Ausgrabungsfunde und neueste Forschungsergebnisse präsentiert, die das Leben am damaligen Limes anschaulich machen.

Am Sonntag stellt sich der Moerser Verein „Castra Asciburgium e.V.“ vor, dessen Mitglieder sich sehr in der lebendigen Darstellung von Geschichte engagieren: „living history“ ist der Fachbegriff für dieses aufwändige Hobby. So sind im Jahre 2012 drei Mitglieder, authentisch als Legionäre gekleidet, vom Lager Vetera bei Xanten bist nach Asciburgium – Moers – marschiert!

Die Besucher erwartet ein kleiner Einblick in die römische Küche: würziges Brot, Frischkäse mit Kräutern und Würzwein stehen zum Probieren bereit. Wie man damals Feuer machte, seine Lederschuhe reparierte, die Ausrüstung pflegte oder die Götter günstig stimmte, erfährt man im Gespräch mit den kundigen und freundlichen Römern und ihren, am rheinischen Limes oft auch germanischen, Lebenspartnerinnen.
Führungen durch die Ausstellung werden nach Bedarf angeboten, letztmalig um 17 Uhr. Um 15 Uhr erläutert der Vorsitzende des Vereins Castra Asciburgium, Thomas Maas, in einem Vortrag die Arbeit des Vereins, der sich auch in der Bodendenkmalpflege engagiert und für eine bessere Kenntnis und Würdigung der Ortsgeschichte einsetzt.



geschichtlicher Hintergrund:
Das Militärlager Asciburgium war ein kleines Lager für 500 Soldaten. Es war ein typisches Kastell zwischen den großen Legionsstandorten, hatte wechselnde Besatzungen und wurde mehrfach umgebaut. Es existierte etwa 100 Jahre und lag an einem Altarm des Rheins, weil dort ein Hafen angelegt werden konnte. In unmittelbarer Nähe entwickelte sich ein Zivildorf, das bis ins 3. Jahrhundert bestand. Gräberfelder entstanden entlang der „Römerstraße“.

Eintritt: Erwachsene 4.50 €, ermäßigt 2 €, Familienkarte 10 €
Kultur- und Stadthistorisches Museum Duisburg, Johannes-Corputius-Platz 1, 47051 Duisburg (am Innenhafen) www.stadtmuseum-duisburg.de, ksm@stadt-duisburg.de, Tel.: 0203 283 2640

  • schauinsland-reisen veröffentlicht Kinder-CD

    Mit „Kattas Welt“, einem cross-medialen Angebot des Reiseveranstalters schauinsland-reisen, können große und kleine Weltenbummler fremde Länder und Kulturen entdecken. Katta, der kleine Halbaffe, begeistert seine Fans nicht nur in bisher elf Geschichten, sondern ab dem 19. Januar auch rein akustisch.

  • Neues Café eröffnet im Frühjahr am Innenhafen

    Frank Kummeling, der Betreiber des König Pilsener Wirtshaus eröffnet im Frühjahr ein Café im Haus der Volksbank Rhein-Ruhr, in dem zuletzt das Café Vivo seinen Sitz hatte.

  • Event-Highlights 2018 in Duisburg

    Dass Duisburg kulturell einiges zu bieten hat, dürfte hinlänglich bekannt sein. Dass jedoch 2018 mit Blick auf Bühnenprogramme, Konzert- und Eventkalender ein kulturelles Highlight das nächste jagt, dürfte positiv überraschen.

  • Berlin 1965: Die Neuerfindung der Malerei

    Künstlergespräch mit Bernd Koberling und Markus Lüpertz. Weitere Gesprächsteilnehmer sind Christian Malycha, Kurator der Koberling-Ausstellung im MKM, und Walter Smerling, Direktor des MKM. Ein gemeinsamer Rundgang durch die Ausstellung von Bernd Koberling beschließt das Programm und gibt Einblick in das Gesamtwerk.

  • Jeden Tag 60 Flugausfälle in Deutschland

    Im vergangenen Jahr sind pro Tag im Durchschnitt 60 Flüge ausgefallen. Insgesamt wurden 21.918 Flüge von und nach Deutschland gestrichen. Diese Zahlen hat das Fluggastrechteportal EUclaim ermittelt.