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Stufenpromenade nimmt Formen an
Am Holzhafen werden täglich neue Beton-Fertigteile angeliefert und aufgestellt, und mancher Passant fragt sich, was das wohl wird, wenn es fertig ist. Die lange angekündigte Stufenpromenade, die den Abschluss des Baugrundstücks für das Eurogate zum Wasser hin bilden soll, nimmt langsam aber sicher Form an. Im September ist das 370 Meter lange Bauwerk in seiner ganzen Pracht zu sehen. Im November sollen dann auch die Restarbeiten beendet sein. Doch die bereits jetzt sichtbaren Teile des Bauwerks beeindrucken und lassen ahnen, wie imposant es nach Fertigstellung sein wird. Die Fläche der Uferpromenade, das ist die oberste Plattform des Bauwerks, wird 1.500 Quadratmeter groß sein, die Fläche aller Stufen zusammen summiert sich auf weitere 9.000 Quadratmeter. Mehrere Tausend Menschen können an sonnigen Tagen hier sitzen und aufs Wasser schauen. Mit einer schwimmenden Bühne entsteht hier in Handumdrehen ein riesiges Amphitheater am Wasser. Der Fantasie für die künftige Nutzung sind kaum Grenzen gesetzt. Vor dem Bau der Stufenpromenade mussten 15.000 Kubikmeter Hafenschlamm ausgehoben und 75.000 Kubikmeter Verfüllmaterial eingebracht werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf zehn Millionen Euro.
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Bühne frei für die nächsten Feste
Duisburgs Vorzeige-Stadtteil ist so gut wie zugebaut. Dienstag wurde an der Stufenpromenade am Holzhafen gefeiert. Zwei Bürobauten in Arbeit, in wenigen Tagen ein weiteres. Interesse an Fosters Eurogate
Für Richtfeste war der Innenhafen in den letzten Jahren eine feste Adresse, in Zukunft werden sie seltener. Dem gestrigen - eher ein Richtfestchen - werden wohl nur noch fünf, maximal sechs folgen.
Tribüne am Wasser: Die 350 Meter lange und 10 Mio Euro teure Stufenpromenade am Holzhafen. Zu nutzen ist sie erst nach dem Eurogate-Bau. Foto: Innenstadt Entwicklung.
Im zweiten Quartal 2009 soll der "Looper" bezogen sein, ein architektonisch reizvoller Rundbau in unmittelbarer Nähe der gestern gefeierten Stufenpromenade (mit Platz an der Sonne für rund 8000 Menschen) am Holzhafen mit 9000 Quadratmetern Nutzfläche. Bauherren sind Kölbl-Kruse aus Essen, Innenhafen-erprobte Investoren.
Einen Steinwurf weiter, ebenfalls am Nordufer, wächst der Zwilling des Bürogebäudes H2-Office empor, den die Düsseldorfer Orco Projektentwicklung errichtet. 10 500 qm Bürofläche haben die Planer vorgesehen und ein Restaurant im Erdgeschoss.
Ausgesprochen spektakulär sind die Pläne für das neue nordrhein-westfälische Landesarchiv, das im alten Speicher der Rheinisch-Westfälischen Speditions-Gesellschaft (RWSG) Platz finden soll. Baubeginn wird in wenigen Tagen sein. Um den notwendigen Platz für das "Gedächtnis des Landes" zu schaffen, wird der Speicher von einem Turm überragt und mit einem geschlängelten Anbau in Richtung Hitachi-Zentrale erweitert. Sollte der Turmbau zunächste eine Höhe von rund 90 Metern erreichen, werden aus statischen Grüden nach jüngsten Plänen "nur" gut 60 Meter werden. Der Einzug der Akten und Dokumente soll 2010 über die Bühne gehen.
Am Südufer des Innenhafens wird wohl nur noch einmal Richtfest gefeiert, nämlich dort, wo jetzt noch an der Stadtmauer eine Holzhandlung Bretter, Bohlen und Balken lagert. Sie soll verlagert werden, damit der Ruhrorter Immobilienfachmann Manfred Stüdemann seine Neubau-Pläne umsetzen kann.
Konkret im Gespräch ist trotz soeben erst bezogenen Neubaus bei Hitachi bereits eine Erweiterung in Richtung RWSG-Speicher. Die aus Oberhausen nach Duisburg gezogenen Kraftwerksbauer erfreuen sich nämlich bester Geschäfte.
Und dann wäre ja auch noch die Krönung der Innenhafen-Entwicklung zu feiern, das kühne sichelförmige "Eurogate" am Ufer des Holzhafens mit mehr als 30 000 qm Nutzfläche. Ersonnen hat es Lord Norman Foster für seinen Innenhafen-Masterplan. Ein europaweiter Investorenwettbewerb ist beendet. Innenhafen-Chef Dr. Ralf Oehmke: "Es gibt konkretes Interesse." Bis 2011 könnte das Projekt realisiert werden.
© WAZ 06.08.2008 - Willi Mohrs
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