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Inside // Outside - Innenraum und Ausblick in der zeitgenössischen deutschen Fotografie
Vom 31. Oktober 2008 bis zum 18. Januar 2009 begibt sich das MKM mit der umfangreichen Fotografie-Ausstellung "Inside // Outside" auf die Suche nach dem Raum. Innenraum und Ausblick, Räume und Raumgrenzen sind die großen Themen, denen sich 16 zeitgenössische Künstler aus dem deutschsprachigen Raum widmen.
"Inside // Outside" präsentiert rund 70 Werke aus den 1990er Jahren bis in die jüngste Gegenwart von Uta Barth, Laurenz Berges, Thomas Demand, Hans-Peter Feldmann, Thomas Florschuetz, Günther Förg, Andreas Gursky, Candida Höfer, Sabine Hornig, Edgar Lissel, Wiebke Loeper, Beatrice Minda, Ricarda Roggan, Hans-Christian Schink, Florian Slotawa und Heidi Specker. Das Spektrum ist weit gefächert, von der Wandinstallation mit kleinen Bildformaten über mehrteilige Bildserien bis zum monumentalen Großformat von mehreren Metern Seitenlänge.
Raumdarstellungen zählen seit Beginn der Fotografie zu den großen Themen des Mediums, wobei die Übersetzung dreidimensionaler Räumlichkeit in die zweidimensionale Fläche des Bildraumes eine besondere Herausforderung darstellt. Die Annäherung an den Raum kann dokumentarisch, manipulierend oder auch von Emotionen getragen erfolgen. Räume sind Erinnerungsträger, die Abwesenheit des Menschen in fast allen Fotografien der Ausstellung verweist auf den Menschen zurück und erzählt viel über ihn, denn ihre eigentliche Funktion erhalten diese Orte durch menschliches Tun. Die Spuren im Raum verweisen auf seine Identität und machen den Raum zu einem definierten Ort.
Der Besucher trifft bei seinem Gang durch die Ausstellung auf viele mögliche Arten von Räumen und Sichtweisen auf den Raum: Leere Räume, die wenig über sich verraten, aber viel über die Sicht des Künstlers; zugestellte, erinnerungsschwere Räume; aufgelöste Räume, die kaum mehr als eine Reminiszenz ihrer selbst sind; Räume, die sich in formale Strukturen aufzulösen scheinen; frei erfundene Räume, die nur für die Dauer der Fotografie existieren – um nur einige Möglichkeiten zu nennen.
Ausgehend von Günther Förgs Arbeit Villa Malaparte aus der Sammlung Ströher und der Architektur des Museums Küppersmühle von Herzog & de Meuron fokussiert die Ausstellung zudem künstlerische Positionen, die die Schnittstelle von Innen und Außen und den Blick nach draußen thematisieren. Die Erfahrung von Raum und Ort, die Wahrnehmung von Innenraum und Außenwelt findet ihre vielfältige Übersetzung und Interpretation durch das fotografische Bild. "Der Blick des Fotografen", so Kuratorin Simone Förster, "ist zwar meist ein Blick hinein den Raum, aber er ist oftmals auch ein Blick auf der Suche nach dem Hinaus, in den gedachten Raum, in ein Draußen und Dahinter. Innenraum und Ausblick erscheinen so im Bild miteinander verwoben." Ermöglicht wird die Schau durch die großzügige Unterstützung der GEBAG Duisburg und der Willis GmbH & Co. KG. Für die Organisation ist die Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn verantwortlich. Es erscheint ein Katalog im Wienand Verlag mit umfangreichem farbigem Bildteil und Essays von Simone Förster und Franck Hofmann.
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