Der geplante Erweiterungsbau des Museums Kuppersmühle im Innenhafen steht noch nicht auf festem Fundament.
Der geplante Erweiterungsbau des Museums Kuppersmühle im Innenhafen steht noch nicht auf festem Fundament. Im März sollte mit dem Dachaufbau in 35 Metern Höhe begonnen werden. Bei der SPD hatten sich bereits Schwindelgefühle hinsichtlich der geplanten Finanzierung eingestellt. Jetzt stellte der Gebag-Aufsichtsrat das 30-Mio-Euro-Projekt erst einmal auf ein Wartegleis und gab seine Zustimmung noch nicht.
Die städtische Wohnungsgesellschaft, Eigentümer des Grundstücks, tritt bei dem Museumsprojekt als Bauherr auf. Dem Aufsichtsgremium schien nicht eindeutig geklärt, wer für noch bestehende Risiken aufkommen wird. Nach derzeitigem Stand wäre es die Gebag, die beispielsweise bei Zunahme der Baukosten den Mehraufwand schultern müsste. Das wäre bei dem Null-Spielraum städtischer Finanzbeteiligungen nicht möglich. Auch die Frage, wie hoch der Mehrwertsteueranteil bei dem Projekt sein könnte, ist noch nicht beantwortet.
Das Land NRW wie auch Evonik werden jeweils zehn Mio € 10 beisteuern. Auch Kunstsammler treten als Spender auf. Bis zum 31. Dezember erwartet der Aufsichtsrat eine Anwort, welches Risiko Stadt oder städtische Tochter zu tragen haben. Fest steht: Ohne entsprechenden Beschluss des Kontrollorgans gibt's auch keinen Museumsaufbau.