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Künstler holt seine Figuren zurück
Der Karlsruher Künstler Professor Horst Antes wollte nicht, dass seine Skulptur "Vier Figuren" bei der Firma Spaeter im Duisburger Innenhafen aufgestellt wird und machte den Verkauf rückgängig.
Duisburg. Gewöhnlich legen Künstler Wert darauf, dass ihre Werke gebührend bewundert werden können. Manche Künstler sehen das offensichtlich anders. Wie der Karlsruher Künstler Professor Horst Antes. Der Grieshaber–Schüler hat dafür gesorgt, dass seine Skulptur „Vier Figuren” vor der Firmenzentrale der Carl Spaeter GmbH in Duisburg im vergangenen Herbst abgebaut werden musste. „Dem Künstler hat der neue Standort nicht gefallen. Er hat darauf bestanden, dass die Plastik zurückgegeben und im süddeutschen Raum wieder aufgebaut wird”, bedauert Hans-Joachim Schlegel, Leiter der Spaeter Zentralverwaltung.
Zum Hintergrund: Spaeter hatte die Plastik aus Carten–Stahl, die auf einer Brennschneideanlage der Firma in Oberhausen erstellt wurde, 1991 gekauft und im Hof ihrer Niederlassung in Duisburg schräg hinter dem ehemaligen Karstadt-Haus aufgestellt. Dort waren die „Vier Figuren” für die Öffentlichkeit schlecht sichtbar. Mit dem Bau des Forums zog die traditionsreiche Firma in den „Allgemeine Speicher” im Innenhafen um. Dort stellte Spaeter die Plastik wieder auf. Das wiederum missfiel dem Künstler, der aus Urheberrechtsgründen den Verkauf rückgängig machen konnte. „Über die Motive können wir nur spekulieren”, so Schlegel.
 Foto: Krischer Fotografie
Dabei hatte der neue Standort nicht nur verstärkte öffentliche Aufmerksamkeit garantiert. Im Museum Küppersmühle befindet sich die namhafte Sammlung Ströher in direkter Nachbarschaft. Das Kulturhauptstadtjahr 2010 hätte zusätzliche Aufmerksamkeit garantiert.
Das ficht den Künstler nicht an. „Ich kann nur sagen, dass meinem Mann der Standort nicht gefallen hat”, antwortete seine Frau Dorothe´e Antes stellvertretend für ihren in Italien weilenden Gatten. Weitere Gründe und Details zum Verbleib des Werks wollte sie gestern auf Anfrage nicht preisgeben. Spaeter hingegen möchte am Standort weiter moderne Kunst präsentieren. „Wir sind auf der Suche”, betont Schlegel.
© WAZ 03.04.2009, Markus Peters
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