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Schwebebahn - "Die Gelder sind da"
„Es ist kontraproduktiv, wenn man die schönsten Gegenden der Stadt unterirdisch durchfährt”, erläuterte Oberbürgermeister Adolf Sauerland gestern seine Vorstellungen von einer Hochbahn zwischen Universität, Innenstadt und Innenhafen.
Eine U-Bahn sei dagegen teuer und technologisch veraltet und auf der betreffenden Strecke „unattraktiv”. 115 Mio Euro habe der Skytrain am Düsseldorfer Flughafen gekostet, 85 Prozent davon habe es an Förderung von Bund und Land gegeben. „Die Gelder sind da”, unterstützte Frank Heidenreich, CDU-Ratsherr und CDU-Fraktionsvorsitzender in der Verbandsversammlung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR), die Pläne Sauerlands. Die Höhe der benötigten Investitionen sei geringer als bei einem weiteren U-Bahn-Bau.
Für den Oberbürgermeister bedeutet eine Schwebe- oder Kabinenbahn eine – auch für auswärtige Touristen – attraktive Ergänzung im Mix von innerstädtischen Verkehrsmitteln. Jetzt gehe es zunächst darum, die Finanzierbarkeit zu prüfen.
Für eine Übergangszeit kann er sich auch eine erdnähere Verbindung, zumindest zwischen Hauptbahnhof und Innenhafen, vorstellen, vor allem im Sommer, etwa in Form von kleinen Zügen, wie sie in Touristenorten verkehren.
Voraussetzung für den Einsatz eines solchen „Bimmelbähnchens” wäre allerdings die Fertigstellung der A 59-Abdeckelung und die Fortführung von Königstraße und Kuhtor zum Burgplatz in ähnlicher Form wie vor dem Stadttheater, wo Autos, Radler und Fußgänger gleichberechtigt sind.
Und direkt neben dem Rathaus, so Sauerland, steht – noch – ein aus seiner Sicht wenig attraktives Gebäude dem Zug im direkten Wege zum Innenhafen: die Kämmerei.
„Alle haben Spaß und sehen unsere schöne Innenstadt”, schwärmt der OB schon jetzt von der Zug-Zeit. Nur Planungsdezernent Jürgen Dressler kann der Hochbahn-Idee wenig abgewinnen, zumindest nicht zwischen Uni und City. Vielmehr eigne sich der Schwebe-Verkehr für die Verbesserung der nicht optimalen Anbindung des linksrheinischen Stadtgebietes. Dabei böte sich den Fahrgästen zudem ein Blick auf „die wunderbare Situation des Rheines”.
© WAZ 15.04.2009, Willi Mohrs
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