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Der Dreck muss weg
Im Rahmen der Aktion "DU macht sauber" reinigten am vergangenen Wochenende Taucher das Becken am Duisburger Innenhafen. Auch in Huckingen halfen engagierte Bürger mit, den Müll in ihrem Stadtteil zu beseitigen.
Wer in den Tiefen des Beckens am Duisburger Innenhafen geheimnisvolle Schätze vermutet, wird höchstwahrscheinlich enttäuscht. Es sei denn, man ist auf der Suche nach einer etwas modrigen Hundeleine, einem angerosteten lila Fahrradkorb oder einer unleserlichen Speisekarte. Die Ausbeute der zehn Taucher aus dem Landschaftspark Nord ist vielfältig.
"Sogar einen Personalausweis haben wir hier schon gefunden. Aber in erster Linie sammeln wir Glasflaschen, Dosen und Silvesterknaller", berichtet Peter Hoppe vom Verein "Taucher im Nordpark". Der 58-jährige Hobbytaucher beteiligt sich zum zweiten Mal bei der Aktion "DU macht sauber" und hilft ehrenamtlich bei der Beseitigung von Müll im Hafenbecken, der oberhalb der Wasseroberfläche meist nicht sichtbar ist.
"Das Leben unter Wasser gerät oft in Vergessenheit. Viele Menschen betrachten das Hafenbecken förmlich als Abfalleimer", so Hoppe. Im Grunde sei die Aktion, die von der Offensive für ein sauberes Duisburg organisiert wurde, aufgrund der Abfallmenge nur ein Tropfen auf den heißen Stein, ergänzt er. "Wir haben noch einen zweiten Termin im September für die Innenhafenreinigung mit der Stadt Duisburg vereinbart", so Carsten Matern vom Verein "Taucher im Nordpark".
Neben dem Aspekt des Umweltschutzes sei die Aktion im Innenhafen eine reizvolle Abwechslung zum Tauchrevier im Gasometer, so Matern. In diesem Jahr wurden die Taucher zum ersten Mal durch ein Rettungsboot der Feuerwehr unterstützt, um die Fundstücke aus dem bis zu viereinhalb Meter tiefen Hafenbecken schneller sammeln zu können.
Doch nicht nur am Innenhafen wurde angepackt. Weiter gen Süden sammelten in Huckingen 30 engagierte Bürger am Samstagvormittag Müll und Unrat, um ihren Stadtteil zu verschönern. "Man kann nicht immer nur meckern und von der Stadt verlangen, sich um alles zu kümmern. Da muss man auch mal selbst aktiv werden", sagt Rolf Peters vom Bürgerverein Huckingen. Rund um den Schützenplatz, am Angerbach und auf dem Gelände des Mannesmann Gymnasiums wurde beseitigt, was nicht dorthin gehörte. "Vor 30 Jahren lag hier noch viel mehr Müll rum", erinnert sich Otto Kleinholz. Dieser Trend zu mehr Umweltbewusstsein sei eine erfreuliche Entwicklung, stellt der pensionierte Lehrer fest, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feiert und sich für den Bürgerverein Huckingen engagiert. "Es macht ja auch Spaß, gemeinsam mit anderen etwas zu bewegen. Besonders bei dem schönen Wetter", so Otto Kleinholz. Nach der vierstündigen Reinigungsaktion gab es für alle Helfer Gulaschsuppe und ein kühles Pils. Belohnung muss sein.
© RP 27.04.2009 - Katharina Schmeller
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