|
|
 |
|
Duisburg Innenhafen Aktuell Artikel vom 10.06.2009
|
|
|
|
|
|
Wirtschaftsbetriebe erwirtschaften 4,4 Mio
Bei der Stadtentwässerung gab es einen deutlichen Überschuss. Die Sparten Abfallentsorgung und Friedhofspflege lagen jeweils im minus. Diese Zahlen haben aber keinen direkten Einfluss auf Gebührenerhöhungen oder -senkungen. Die Wirtschaftsbetriebe sind eine 100 prozentige Tochter der Stadt. Sie wurden Anfang 2007 in eine Anstalt des öffentlichen Rechts umgegründet. Der Gewinn von 4,4 Millionen Euro geht somit an die Stadt.
Müllverbrennung als Geldesel Für Stadtdirektor Peter Greulich war die Bekanntgabe des Jahresabschlusses 2008 der Wirtschaftsbetriebe ein innerer Reichsparteitag.
Denn als Vorsitzender des Verwaltungsrates konnte er verkünden: „Wir haben die schwarze Null zwei Jahre früher erreicht als geplant.”
Klar, dass ihm dieses Ergebnis eine tiefe innere Befriedigung bescherte, hatte er sich doch vor drei Jahren gegen erbitterte Widerstände mit seiner Umstrukturierung der Wirtschaftsbetriebe durchgesetzt. Das jährliche Minus von 15 Millionen Euro mit regelmäßigen Rückgriffen auf das Stammkapital verwandelte sich innerhalb von drei Jahren in ein Plus von 4,4 Millionen Euro. Geschuldet ist diese Entwicklung mit 3,8 Millionen Euro vor allem der mittlerweile gewinnträchtigen Gemeinschaftsmüllverbrennungsanlage in Oberhausen. Mittlerweile gewinnträchtig auch deshalb, weil Bodendeponien mittlerweile verboten sind.
600 000 Euro Plus allerdings haben die Wirtschaftsbetriebe ganz allein erwirtschaftet. Eine Zahl, die Geschäftsführer Thomas Patermann mit stolz erfüllt. Nun kann er der klammen Stadt 4,4 Millionen Euro überweisen. Außerdem wurde das Stammkapital durch die Übertragung der GMVA-Anteile an die WDB und die Neubewertung des Kanalnetzes auf 193 Millionen Euro erhöht. Damit sind die drei Ziele „gesichertes Eigenkapital”, „schwarze Null bis 2010” und „wirtschaftlich solide Basis” erreicht. Dickster Minusbrocken bei der WBD ist der Bereich Grünunterhaltung mit einem Minus von 2,8 Millionen Euro, von denen die Hälfte der Spielplatzunterhaltung geschuldet ist. „Hier müssen wir noch besser werden”, geben Patermann und Greulich die Losung aus. Dickster Gewinnbringer ist die Entwässerung mit 5,3 Millionen Euro Plus. Erfreuliche Nachricht im Bereich Friedhöfe. Der Verlust ist auf 633 000 Euro gesunken, weil die Bestattungszahl gestiegen ist. Für die Duisburger heißt das: Die Friedhofsgebühren bleiben stabil.
Ob das auch für die anderen Gebühren wie Abwasser, Straßenreinigung und Müll gilt, bleibt abzuwarten. Patermann: „Es ist noch viel zu früh, dazu eine Aussage zu machen.” auf
© NRZ 10.06.2009, Svenja Aufderheide
|
|
>> Werben am Innenhafen
|
|
|
|