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Duisburg Innenhafen Aktuell Artikel vom 18.06.2009
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Eine Nacht in Duisburg
Industriekultur wörtlich genommen: Die Duisburger Philharmoniker legen in der Nacht der Industriekultur am 27. Juni eine „Extraschicht” im Landschaftspark Nord ein. Auch der Innenhafen und das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt werden zum Mekka für Kulturfans und Nachtschwärmer.
Kopfüber in die Nacht stürzen können sich Kunst- und Kulturinteressierte, die Großereignisse lieben, am Samstag, 27. Juni. Eine Nacht lang legt das Revier dann wieder eine „Extraschicht” ein und gibt mit 40 Spielorten von Dortmund bis Duisburg, von Marl bis Bochum einen geballten Vorgeschmack auf die Kulturhauptstadt 2010.
In Duisburg wird sich das nachtschwärmerische Geschehen auf drei Standorte konzentrieren: Landschaftspark Nord, Museum der Deutschen Binnenschifffahrt und Innenhafen.
Erstmals mit dabei ist das Legolang Discovery Centre, das bis tief in die Nacht jungen und alten Klötzchen-Fans die Gelegenheit gibt, im Miniland zu bestaunen, was in natura auch draußen vor der Tür zu bewundern ist: Werhahnspeicher, Innenhafen und Steiger Schwanentor. Zudem können die Besucher gemeinsam mit Modellbau-Profis auch selbst Hand anlegen.
Ab 18 Uhr werden stündlich Architekturführungen, Hafenrundfahrten, Führungen im Stadthistorischen Museum, Fahrten im Dracheboot und mit der Bimmelbahn „Paulinchen-Express” zum gleichzeitig in der Innenstadt laufenden großen Duisburger Stadtfest angeboten. Musik gibt's von Jacques Anicet auf der THS-Terrasse und vom Saxophon-Duo Marita Boldt und Carsten Wiesner am Steiger Schwanentor. Ein musikalisch begleitetes Feuerwerk der besonderen Art illuminiert zum krönenden Abschluss den Himmel über dem Holzhafen.
Oberkrain am Rhein
Klassisch präsentiert sich in diesem Jahr hingegen der Landschaftspark Nord. Die Duisburger Philharmoniker geben sich dorten die Ehre und bespielen den rostigen Riesen zunächst in kleinen Ensembles. In Vollbesetzung nutzen die Philharmoniker nach Einbruch der Dunkelheit von 22.30 bis 24 Uhr den Hochofen als Bühne und bringen „The Power of Music” mit Werken von Haydn, Brahms, Wagner und Adams zu Gehör. Eindrucksvoll umrahmt wird der Auftritt um Mitternacht mit einem kunstvollen Feuerwerk.
Wer danach noch bis 2 Uhr durch die Nacht tingeln will, oder schon vorher das Bedürfnis hat, zu erleben, was andernsorts geboten wird, kann sich mit dicht getakteten Shuttle-Bussen zu den Spielorten seiner Wahl kutschieren lassen.
© NRZ 18.06.2009, Ulla Saal
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