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Duisburg Innenhafen Aktuell                                                                   Artikel vom 31.07.2009

 

 

Erweiterung nicht gefährdet

brand der küppersmühle
Der Brand am 6. Juli im Siloturm vor dem Museum Küppersmühle führte zwar zu einem Schaden von 100.000 Euro, doch kann der Erweiterungsbau, wie geplant, fortgesetzt werden. Die Versicherung zahlt.

 
Die Schäden durch den Brand im Siloturm am Museum Küppersmühle am 6. Juli sind nicht so gravierend, wie viele anfangs angenommen hatten. Auf Anfrage der Rheinischen Post sagte Donnerstag Marianne Wolf-Kröger, Sprecherin der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gebag, die Bauherrin ist, dass der Erweiterungsbau so realisiert werden kann, wie er vom Architektenbüro Herzog & de Meuron geplant ist. Der Brand habe die Arbeiten nur minimal verzögert. Man befinde sich nach wie vor im Zeitplan, wonach der Erweiterungsbau des Museums im Herbst des Kulturhauptstadtjahrs 2010 für die Allgemeinheit zugänglich sein soll.

Der durch das Feuer verursachte Schaden in Höhe von rund 100 000 Euro werde von der Versicherung bezahlt; die Gebag werde jedenfalls nicht belastet, sagte Marianne Wolf-Kröger. Die Schäden seien bereits weitgehend behoben worden; die Stabilität des Siloturms sei von den Gutachtern überprüft worden.

Eine hundertprozentige Sicherheit über die Brandursache gebe es zwar nicht, so Wolf-Kröger, doch glaubten die Gutachter, dass mit großer Wahrscheinlichkeit Schweißarbeiten zu einem Schwelbrand geführt haben, der sich dann ausgeweitet habe. Dass ein Blitzschlag zum Feuer geführt hat, hielten die Gutachter nach Auskunft der Gebag-Sprecherin für unwahrscheinlich.

Unterdessen meldet Museumsdirektor Walter Smerling rekordverdächtige Besucherzahlen. In die noch bis zum 23. August laufende Gerhard-Richter-Ausstellung strömten an Wochenenden bis zu 1000 Besucher. Die Werke Gerhard Richters gelten als die teuersten Werke eines lebenden Künstlers überhaupt. Beim Brand war noch befürchtet worden, dass Kunstwerke im vom Siloturm getrennten Museumsbau beschädigt werden könnten. Diese Befürchtung bestätigte sich nicht. Der geplante, durchaus nicht unumstrittene Erweiterungsbau ist ein monumentaler Quader, der auf den bestehenden Bau aufgesetzt wird und zum Teil in 36 Meter Höhe "frei schwebend" über den Boden ragt. Der "Schuhkarton" (so der Volksmund) soll 55 Meter lang, 29 Meter breit und 17 Meter hoch werden. Zur Erweiterung gehört auch der am 6. Juli am Obergeschoss in Brand geratene Siloturm. Dessen Geschosse sollen entfernt werden, so dass ein 35 Meter hoher "Eventraum" mit Aufzügen und Lichtdecke entsteht.

© 31.07.2009 - Rheinische Post, Peter Klucken


Die Küppersmühle hat gebrannt


 




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