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Duisburg Innenhafen Aktuell Artikel vom 18.11.2009
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Schöne Aussichten
Im Museum Küppersmühle wurden Räume neu gestaltet. Drei große Ausstellungen und das Schulprojekt stehen 2010 im historischen Gebäude auf dem Kalender.
Die fotorealistische „Kuh”, die farbintensiven abstrakten Wischbilder, drei Tafeln Grau: Diese Arbeiten, die für das Schaffen Gerhard Richters von den 60-ern bis in die 90-er Jahre stehen, sind im Museum Küppersmühle jetzt in einem Raum zusammengefasst. „In diesem Raum ist auf den Punkt gebracht, worum es ihm geht; hoch konzentriert in Meisterwerken”, sagt Museumsdirektor Walter Smerling zur jüngsten Umgestaltung im MKM, die im Nachgang der großen Gerhard-Richter-Ausstellung vollzogen wurde.
Und die „Kuh”, gemalt in zarten Grautönen und mit dem Schriftzug „Kuh” versehen, schaut in den Raum, der die Arbeiten wie „Rot-Blau-Gelb (grünlich)” zeigt und in denen Farbklänge und Pinselstrich entscheidende Rollen spielen. Wiederum davor der Raum mit Arbeiten von K.O. Goetz, bei dem Richter zeitweise studiert hat.
„Wir freuen uns auf den Erweiterungsbau”, sagt Smerling mit Blick auf 2010. „Auf 22 Räume, fünf Meter hoch, in denen die Kunst atmen kann.” Einen Eröffnungstermin gebe es noch nicht. In welchem Monat das geschehe sei ihm auch nicht so wichtig wie die Tatsache, „dass wir im Erweiterungsbau Kunst im großen Zusammenhang zeigen können wie kaum ein anderes Museum.” Die Entwicklung der deutschen Nachkriegskunst könne anhand zahlreicher Werke jedes wichtigen Künstlers nachvollzogen werden. „Das wird das kulturelle Image dieser Stadt heben”, ist Smerling überzeugt.
Drei große Ausstellungen und das Schulprojekt stehen 2010 im historischen Gebäude auf dem Kalender. Zum Jahresauftakt werden am 21. Januar die Preise des 9. Wettbewerbs „Jugend interpretiert Kunst” verliehen: 20 ausgewählte Klassen aus dem ganzen Bundesgebiet – zwischen Niebüll und München, darunter auch die Duisburger Erich-Kästner-Gesamtschule – kommen ins Museum, die Schüler interpretieren die Werke mit eigenen Arbeiten. Preise über 5000, 2000 und 1000 Euro werden vergeben.
Im Rahmen des Kulturhauptstadt-Projekts „Mapping the Region” sind ab 26. Februar Arbeiten von Olaf Menzel unter dem Titel „Noch Fragen?” zu sehen. Die Skulpturen des Künstlers sind „soziokulturelle Untersuchungen”, so Smerling.
Im Juni folgt „Abraham David Christian – Der Weg”, eine Ausstellung, in der die filigranen Papier-Skulpturen des 1952 geborenen und von der japanischen Gedankenwelt beeinflussten Künstlers in stabilen Materialien erscheinen.
Ab September wird dann erstmals in der Region in einer umfassenden Werkschau Walter Stöhrer (1937 bis 2000) vorgestellt.
© WAZ 19.11.2009, Anne Horstmeier
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