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Duisburg Innenhafen Aktuell Artikel vom 08.12.2009
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Duisburger Jahrbuch 2010
Das Jahrbuch 2010 von Mercator-Verlag und pro Duisburg" ist soeben erschienen. Die 216 mit Geschichte und Geschichten gefüllten Seiten kosten gut 15 Euro.
Otto Jülich in Columbus im US-Bundesstaat Ohio kann sich schon mal freuen. In Kürze wird der ehemalige Duisburger, wie stets, das weitestgereiste Exemplar des „Duisburger Jahrbuchs” in Händen halten. Band 18, mit Blick „Ruhr.2010” mit dem kleinen Schwerpunkt, ist frisch auf den Markt gekommen. Zum neunten Mal steht der Verein „pro Duisburg” dem Mercator-Verlag dabei zur Seite.
Ungewöhnlich kommt der jüngste Band daher. Bevölkerte bislang Architektonisches den den Einband, ist es diesmal die Bevölkerung selbst in Form einer Innenstadtszene mit Brunnen und Sitzbank. Das Foto entsprang einem Wettbewerb von Duisburg Marketing. Weitere, überaus sehenswerte Amateuraufnahmen füllen unter dem Titel „Mein Duisburg” weitere Seiten.
Duisburg ist drin im Jahrbuch, ganz Duisburg. Es ist ein Buch über die Heimat, ohne ein Heimatbuch zu sein. Das ist den Machern wichtig. „Wir hoffen, eine bunte Mischung zusammengestellt zu haben, mit der jeder etwas anfangen kann”, sagt Verlagsleiter Lothar Koopmann.
Da befasst sich Heinz Pletziger (pro Duisburg) mit „Schimanski war gestern – Duisburg ist heute”, erinnert sich der aus Wien stammende Architekt Helmut Kohl fröhlich an seine niederschmetternden ersten Eindrücke, richtet Harald Molder die Scheinwerfer auf 100 Jahre Mannesmann, Lektorin Susanne Schulten auf 450 Jahre Landfermann und Hermann Kewitz (pro Duisburg) auf 40 Jahre Filmforum. Mit zartem Seitenhieb auf die aktuelle Spardebatte merkte er an: „Vielleicht kann man da nachlesen, wieso die Stadt so ein Kino braucht. Und was es leistet.”
Die Wundertüte Duisburger Jahrbuch gibt aber noch mehr her, ist die Stadt doch Kleingartenhochburg, hat sieben Hügel – und eine Frühgeschichte. Wer weiß denn schon, dass Duisburg einmal Kaiserstadt war? Nach der Lektüre dürfte diese Wissenslücke gefüllt sein.
„An den Jahrbüchern und den Kindern merkt man, wie die Zeit vergeht”, gestattete sich Lothar Koopmann einen kurzen Anflug von Melancholie. Nun ja, Bücher sind pflegeleichter, und sie erzählen mehr.
Dabei soll es bleiben. Gleich zu Jahresbeginn geht es an die Planung von Band 19.
© NRZ 08.12.2009, Günter Putz
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