Spaziergänger werden auch im kommenden Sommer einen großen Bogen um die fertige, neue Treppenanlage rund um den Holzhafen (Innenhafen) machen müssen. Der schon 2008 für eine Summe von 10 Millionen Euro fertiggestellte Bau darf auch in diesem Jahr nicht betreten werden. Aus Sicherheitsgründen.
Vor dem Eurogate läuft nichts Noch im Dezember 2008 hatte der Geschäftsführer der Innenstadt-Entwicklungsgesellschaft, Dr. Ralf Oehmke, gehofft, die Promenade schon vor Baubeginn des geplanten Eurogates für den Publikumsverkehr öffnen zu können. Doch daraus wird nichts. Unter anderem auch, weil der Stadt das notwendige Geld für den Eigenanteil fehlt.
Wie die Entwicklungsgesellschaft gestern auf Anfrage der NRZ erklärte, seien 613 000 Euro für die Fertigstellung den dritten Bauabschnitt notwendig. 80 Prozent der Maßnahme könnten über das Städtebauministerium gefördert werden.
Eigenanteil von 122 000 Euro Allerdings sei ein Eigenanteil der Stadt Duisburg in Höhe von 20 Prozent bzw. 122 000 Euro notwendig. Die allerdings kann und darf die Stadt nicht aufbringen, weil die Bezirksregierung in Düsseldorf als Finanzaufsicht keine neuen freiwilligen Leistungen duldet. Auch wenn sich der Investitionsbetrag im Vergleich zur Gesamtsumme des Projekts zu vernachlässigen ist. So dümpelt das zehn Millionen Euro-Projekt weiter ungenutzt im Grundwasser herum.
Doch die Finanzknappheit ist nicht der alleinige Grund. „Die Anlage wäre nur provisorisch zu sichern gewesen”, erklärte Ralf Oehmke gestern. Ursprünglich war sogar angedacht, die Lücke zwischen Schifferstraße und Treppe bis zum Start des Eurogate zuzuschütten und auf der Fläche eine Strandgastronomie nach Vorbild des ehemaligen Düsseldorfer Szene-Lokals „Monkeys Island” zu errichten. „Das hat sich als zu teuer herausgestellt”, erklärt Oehmke.
Gelände ist noch nicht verkauft Wie lange die Promenade noch geschlossen bleibt, ist unklar. Es kann aber noch mehrere Jahre dauern. Denn noch ist das Gelände offiziell gar nicht an den Projektentwickler „Kölbl & Kruse” verkauft. Außerdem hat der schon signalisiert, dass der geschwungene, halbtransparente Bau nach Plänen des englischen Star–Architekten Lord Norman Foster unter Umständen nur in mehreren Etappen zu realisieren sei.
Vom zuständigen Planungsamt der Stadt Duisburg war dazu trotz mehrfacher Anfrage keine Stellungnahme zu erhalten.