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Still-Leben A 40 am Sonntag, 18. Juli 2010
Sechs Kilometer Programm. 1990 Tische sind vergeben. Wer noch einen der zehn freien Tische buchen möchte für das Still-Leben am kommenden Sonntag auf der A40, „der muss schon eine ganz besonders gute Idee haben.“
„Und er muss sich die Karte direkt hier bei uns im Rathaus abholen“, sagt Dr. Söke Dinkla, Leiterin des Duisburger Kulturhauptstadtbüros.
Autos bleiben außen vor
Außer dem Treppenturm, der ab 16. Juli von der Max-Peters-Straße im Innenhafen aufgebaut wird und dann über eine Brücke den Zugang auf die A40 ermöglicht, geht es über die Autobahnauffahrten „Häfen“ und „Kaiserberg“ (nicht „Kreuz Kaiserberg“) auf die A40. Außerdem verkehren zwischen Wedau-Stadion und Kreuz Duisburg Shuttle-Busse für Fußgänger.
Fahrräder werden wegen des erwarteten Andrangs in Bussen und Bahnen nicht mitgenommen, sind aber sicher ein gutes Verkehrsmittel, um das Still-Leben zu erfahren. Wer mit dem Fahrrad in „Häfen“ auffahren möchte und wegen einer weiteren Anreise das Rad aufs Auto schnallt, kann an der fünf Kilometer entfernten MSV-Arena parken. ÖPNV-Haltestellen in der Nähe der Auffahrt „Häfen“ sind Steinsche Gasse, Albertstraße und Marientor.
Wer in Kaiserberg auf die Autobahn möchte, sollte die Zoo-Parkplätze ansteuern, die 200 bis 1000 Meter entfernt liegen. 400 Uni-Parkplätze gibt es in 1,5 Kilometer Distanz. Vom Hauptbahnhof verkehrt ein Bus-Shuttle, die Straßenbahn 901 fährt bis Zoo/Uni; von dort sind es etwa 1,2 Kilometer Laufweg.
Die Awo ermöglicht auch älteren und gehbehinderten Menschen den Besuch des Still-Lebens. In Zusammenarbeit mit dem Sanitätshaus Luttermann wurde ein Rollstuhlverleih eingerichtet. Die Awo bittet um Voranmeldung bis zum 15. Juli unter s 0281/96284582 (Firma Luttermann, Ulrike Gendera). Die Rollstühle können dann am 18. Juli gegen ein Pfand (Personalausweis, Führerschein) kostenlos ausgeliehen werden. Abgeholt werden können sie an der Servicestation auf dem Zubringer L61 auf der Brücke über dem Innenhafen/Holzhafen. Der Zugang kann über die Plessingstraße beim Theater am Marientor erreicht werden. An 2000 Tischen und auf drei Bühnen wird auf dem sechs Kilometer langen Autobahnstück zwischen den Anschlussstellen Häfen und Kreuz Kaiserberg von 11 bis 17 Uhr Programm gemacht, während in Fahrtrichtung Moers Fußgänger, Radfahrer. Inliner oder Rollstuhlfahrer unterwegs sind.
In zwei Wettbewerbsrunden hat das Kulturhauptstadtbüro „die besten Ideen“ gesucht und 100 Tische kostenlos vergeben. Zum Beispiel an „100 Bräute aus Marxloh“, „Knobelstammtisch á la Ruhrgebiet“, „Im Dirndl auf die A40“ (eine Gruppe aus Bayreuth), ein „Freundschaftstreffen mit traditionellen koreanischen Gewändern“ oder einer Salsaparty für alle.
Drei Bühnen werden aufgebaut. WDR-Moderator Dieter Könnes begrüßt an der Anschlussstelle Häfen bekannte Duisburger Akteure, nachdem um 10.45 Uhr die Ruhr-2010-Chefs Fritz Pleitgen und Oliver Scheytt sowie Kulturdezernent Janssen die Mobilitätsspur eröffnet haben. Neben den Philharmonixx, die mit Kai Magnus Sting Kabarett machen, spielt das Ensemble Trionova Popmusik und die junge Band Mobilée poetischen Folkrock. Die Sänger des Statt-Chors und des Awo-Singkreises Homberg stellen Ruhrgebiets-Songs vor, und die Volkstanzgruppe Afir bringt Tänze aus der Türkei auf die Bühne. Komplettiert wird das Programm durch einen Beitrag des Twins-Kulturhauptstadtprojekts „Jugendtheaterbegegnungen“, bei dem Jugendliche aus verschiedenen Nationen Auszüge aus „Lysistrate“ aufführen.
Sportlich geht’s am Kreuz Kaiserberg zu. Wo sich Autofahrer oft im Stau den Allerwertesten platt sitzen, organisiert der Stadtsportbund mit seinen vielen Vereinen auf 1800 Quadratmetern Mitmachaktionen. Neben Teamsportarten wie Streetsoccer oder Basketball werden auch ein Kletterfelsen und Zirkusaktionen angeboten.
Auf der Haniel-Bühne, in der Nähe des Treppenaufgangs an der Max-Peters-Straße im Innenhafen, gibt es von 11 bis 16.30 Uhr ein buntes Programm mit den Bands „na und?“ des Schifferkinderheims, Exit Paris, Stromaufwärts, Penny Pinchers und Punto Cubano mit kleinem Salsa-Tanzworkshop. Als Hauptsponsor von Ruhr 2010 hat Haniel an 17 Tische Vereine eingeladen, darunter Immersatt und die Ruhrorter Hafenkids. Das Flechtwerk der Kulturwerkstatt Meiderich unterhält mit literarisch-musikalischen Kompositionen und Kai Magnus Sting wirft seinen eigenen Blick auf die Veranstaltung. Außerdem ist die mehrfach ausgezeichnete Tanzgruppe „Lollypops“ mit Showeinlagen dabei.
© WAZ 12.07.2010, Anne Horstmeier
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