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Videos des Veranstalters auf www.loveparade.de

 

Veranstalter stellt Videos ins Internet

Rainer Schaller, Veranstalter der Loveparade in Duisburg, stellt Aufnahmen der Überwachungskameras ins Internet. Sie sollen beweisen, dass die Polizei Schuld an der Katastrophe trägt.

Fünf Wochen nach der Loveparade-Katastrophe in Duisburg mit 21 Toten will Veranstalter Rainer Schaller das gesamte Videomaterial seiner Überwachungskameras ins Internet stellen. Damit sollten die taktischen Fehlleistungen der Polizei dokumentiert werden, sagte Schaller  in einem Interview mit dem Spiegel: "Jeder soll sich selbst ein Bild von den Abläufen machen können".

Bei dem Material handele es sich um Aufnahmen von sieben Kameras mit einer Laufzeit von über 22 Stunden. Zu sehen sei, wie die Polizei drei Sperrketten gebildet habe, als sich am Nachmittag im westlichen und östlichen Teil des Veranstaltungsgeländes die Menschen stauten. Zwei Ketten seien in den Tunnels und eine auf dem unteren Teil der Zugangsrampe gebildet worden. Diese Ketten seien "vermutlich die Ursache der Katastrophe gewesen", sagte Schaller. Ohne die Sperrketten würden "die Menschen heute noch leben", fügte er hinzu.

Schaller wird dem Bericht zufolge nicht vor dem Innenausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags, der sich am 2. September zum wiederholten Male mit der Duisburger Katastrophe beschäftigt, Rede und Antwort stehen. Er werde Vertreter seiner Firma schicken. Ihm sei aber bewusst, dass er eine moralische Verantwortung habe. "Ich war Veranstalter, und die Menschen wären nicht gestorben, wenn die Veranstaltung nicht gewesen wäre. Wer Schuld hat, muss juristisch geklärt werden, selbstverständlich stelle ich mich auch hier der Verantwortung", sagte er in dem Interview.

28.08.2010

 

Glaskubus doch nicht in den Innenhafen

Der Glaskubus, in dem in Duisburg die Trauergaben für die Loveparade-Opfer gesammelt werden, soll nun wohl doch direkt am Ort der Katastrophe aufgestellt werden. Der geplante Standort im Innenhafen war vielfach kritisiert worden.

Der Duisburger „Bürgerkreis Gedenken“ hat das weitere Vorgehen für die geplanten Gedenkorte für die Opfer des Unglücks bei der Loveparade beschlossen. So soll der Kubus mit den gesammelten Trauergaben nun aller Voraussicht nach wohl doch am Unglücksort an der Rampe vor dem Tunnel in der Karl-Lehr-Straße aufgestellt werden. Davon sei zum jetzigen Zeitpunkt auszugehen, wie der Duisburger Verein „Zukunftsstadtteil“ am Dienstag mitteilte. Ursprünglich war ein Standort im Duisburger Innenhafen vorgesehen. Dieser Vorschlag war auf breite Kritik gestoßen.

Ab dem 4. September, dem Ende der offiziellen Trauerzeit für die Loveparade-Opfer wie auch der Sperrung des Tunnels, soll der Kubus am Unglücksort aufgestellt werden. Zusätzlich soll dort eine schlichte Gedenktafel angebracht werden. Binnen eines Jahres will die Bürgerinitiative zudem eine Stele an die Stadt übergeben, die Duisburger Künstler entwerfen sollen. Dafür werden nach Angaben des Vereins die Gelder verwendet, die auf dem Spendentrauermarsch am 1. August Zweck gesammelt wurden.

Auch über eine Gedenkstätte in Duisburg wird von der Bürgerinitiative weiter beraten. Eine Idee sei, die vier im Tunnel entstandenen Kondolenzbücher im Fundament der noch zu planenden Gedenkstätte zu platzieren, so der Verein. Vorübergehend werden die Bücher aber zusammen mit dem Kondolenzbuch aus dem Duisburger Rathaus am kommenden Donnerstag an das Stadtarchiv zur Aufbewahrung übergeben.

Der „Bürgerkreis Gedenken“ ist ein Zusammenschluss von zahlreichen privaten Initiativen, Vereinen und Stadtvertretern, die Wege zum Gedenken an die 21 Todesopfer der Duisburger Loveparade vom 24. Juli suchen. Er tagt zurzeit wöchentlich.

© DerWesten 17.08.2010, (ger/ddp)

 

Anregungen und Vorschläge der Bürger
werden aufgenommen

In den letzten Tagen häufen sich Bedenken gegen den Vorschlag, den Glaskubus im Innenhafen aufzustellen. "Mit dem Ort zwischen dem Garten der Erinnerung und dem Kultur- und Stadthistorischen Museum wählten wir einen besonderer Punkt in der Stadt", erklärt Kulturdezernent Karl Janssen, der mit Gabriela Grillo Sprecher des "Bürgerkreises Gedenken" ist. "Ich nehme diese Bedenken gleichwohl sehr ernst und werde dafür Sorge tragen, dass darüber in der nächsten Sitzung diskutiert wird."Die Sorgen und Anregungen, die im Rahmen der Diskussion um die Fortführung der Trauerarbeit für die Opfer der Loveparade geäußert worden sind, werden von den Mitgliedern des Kreises ebenso aufgenommen und diskutiert wie das Konzept für eine Gedenkstätte, für die sich der "Bürgerkreis Gedenken" ausgesprochen hat. Der Glaskubus sei kein Ersatz für eine solche Gedenkstätte, betonte Karl Janssen. Er ist ein Schritt und ein Ort, um die Trauergaben würdig zu bewahren.

Der Bürgerkreis, dem Vertreter der bürgerschaftlichen Vereinigungen Bürgerstiftung Duisburg, ProDUISBURG, Stadtsportbund und des Hochfelder Vereins "Zukunftsstadtteil", der Künstlerschaft, des Integrationsrates und der Stadtverwaltung angehören, trifft sich zur Zeit wöchentlich. Ziel ist es, Wege zu finden, wie das Gedenken an die Opfer fortgeführt werden kann.
Der Prozess der Aufarbeitung und der Trauer muss ein langfristiger, stets als fortschreitender Prozess erkennbar sein.

Bisher haben die Teilnehmer des "Bürgerkreises Gedenken" folgende Schritte
vereinbart:

  • Der Karl-Lehr-Tunnel bleibt bis zum 4.09.2010 für den Verkehr geschlossen.
  • Am 4. September 2010 sollen die Trauergaben in einem Glaskubus gesammelt und aufbewahrt werden.
  • Am Tunnel wird eine Gedenktafel angebracht.
  • Die Initiative "Spendentrauermarsch" sorgt mit Hilfe der Duisburger Künstlerschaft für eine Gedächtnisstele, die spätestens zum Jahresgedenken aufgestellt werden soll.
  • Der Bürgerkreis Gedenken arbeitet weiterhin intensiv in wöchentlichen Sitzungen an dem umfassenden Konzept der Gedenkstätte. Der Bürgerkreis ist sich darüber einig, dass in diesen langfristigen Prozess alle erforderlichen Gesichtspunkte und Beteiligte mit einbezogen werden.

 


13.08.2010

 

Trauergaben werden in einem Glaskubus aufbewahrt

Sechs Wochen nach dem Unglück soll am 4. September 2010 an der Trauerstätte im Karl-Lehr-Tunnel eine Gedenktafel mit den Worten "Duisburg gedenkt der Opfer der Loveparade" angebracht werden. Die Bürgerinnen und Bürger werden an diesem Samstag gebeten, die Trauergaben, Kerzen und Erinnerungszettel von morgens bis 14 Uhr in einem Glaskubus zu sammeln, um sie weiterhin zu bewahren. Diesen Ablauf zum Ende der sechswöchigen Trauerzeit hat der "Bürgerkreis Gedenken" am Montag, 9. August 2010, in seiner zweiten Sitzung vereinbart. Der Glaskubus wird dann zum Innenhafen gebracht, wo er zwischen dem Kultur- und Stadthistorischem Museum und dem Garten der Erinnerung aufgestellt wird. Im Anschluss an diese Gedenkfeier soll der Karl-Lehr-Tunnel wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Spätestens zum Jahrestag des Unglücks sollen Duisburger Künstler eine Stele für die Opfer des 24. Juli 2010 gestalten. Die "Initiative Spendentrauermarsch" wird einen entsprechenden Wettbewerb ausschreiben und für die Realisierung des Kunstwerks Sorge tragen. Alle Beteiligten des "Bürgerkreises Gedenken" sind sich einig, dass das Ziel, eine Gedenkstätte für die Opfer zu errichten, weiter verfolgt wird. Alle Anregungen, auch über den Ort der Gedenkstätte, werden in den Diskussionsprozess einbezogen.

Dem "Bürgerkreis Duisburg" gehören Vertreter der bürgerschaftlichen Vereinigungen Bürgerstiftung Duisburg, ProDUISBURG, Stadtsportbund und des Hochfelder Vereins "Zukunftsstadtteil", der Künstlerschaft, des Integrationsrates und der Stadtverwaltung an.

06.08.2010

 

Loveparade

 

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