Duisburger Loveparade

 

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Loveparade in Duisburg
Loveparade 2010 in Duisburg

 

Partylifter-Kampagne läuft erfolgreich an

Partylifter zur Loveparade
Die Bekenner-Kampagne der Duisburg Marketing GmbH zur Loveparade 2010 ist erfolgreich angelaufen. Mittlerweile ist diese in über 5000 Veröffentlichungen alleine im Internet benannt. Das Unterstützervideo wurde bisher in verschiedenen Formaten über 5000 Mal aufgerufen und ist das mittlerweile zweithäufigst aufgerufene Video im Kanal der Stadt Duisburg auf youtube.

Uwe Gerste, Geschäftsführer der DMG: „Mehr kann man nach den ersten drei Wochen nicht erwarten. Es sind bisher auch sehr viele kleine Beträge eingetroffen, die aber aus Sicht der Unterstützer ein Zeichen setzen sollen. Leider sind die Einzahlungen unmittelbar mit der Beantragung der Sondersitzung des Rates der Stadt Duisburg, die dann am 20.02.2010 stattgefunden hat, spürbar eingebrochen. Auch nach der Sondersitzung des Rates fehlt derzeit der Impuls für weitere Einzahlungen, so dass der Einzahlungsstand noch im vierstelligen Bereich verharrt. Offensichtlich hat der einvernehmliche Beschluss, die Loveparade ohne Belastung des städtischen Haushaltes durchführen zu wollen und später mögliche Sponsoren zu benennen zu der Annahme geführt, die kommunalen Kosten seien vollständig gedeckt und weitere Unterstützungen nicht mehr erforderlich bzw. gar nicht mehr gewünscht“.

NEU: Rückzahlung höherer Einzahlungen
Die DMG appelliert gerade in der jetzigen Situation an die Unterstützer, weitere Einzahlungen zu leisten und erweitert die von ihr gestartete Partylifter-Aktion. Uwe Gerste: “Wir haben mehrere Anfragen gehabt, in denen betont wurde, gerne für die Loveparade in Duisburg einzuzahlen, jedoch mit der Bindung diese Gelder ausschließlich für die Loveparade in Duisburg zu verwenden und im Falle des Scheiterns die Einzahlung zurückzuerhalten.“ Die DMG greift dies auf und sichert allen bisherigen und zukünftigen Einzahlern zu, bei Einzahlungen von mindestens 50,00 € die Einzahlung im Falle des Scheiterns auf formlosen Antrag zurückzuerhalten. Bei niedrigeren Summen sei dies aus Gründen eines zu hohen Verwaltungsaufwandes nicht möglich.
Uwe Gerste bittet hierfür um Verständnis: „Die Einzahlungen der Unterstützer werden ohne Abzug von Verwaltungskosten der Stadt Duisburg zweckbestimmt weitergeleitet. Deshalb muss der Verwaltungsaufwand gering bleiben. Sofern der unwahrscheinliche Fall eintritt, dass die Loveparade nicht in Duisburg durchgeführt werden kann, werden wir das Geld der Einzahler von kleineren Summen - wie bereits kommuniziert - einer anderen durchführenden Stadt der Metropole Ruhr zur Verfügung stellen bzw. im Fall der Komplettabsage den Verwendungszweck mit der Community der Einzahler abstimmen.“

Bekennersignet in Vorbereitung
Mit Hochdruck laufen derzeit die Aktivitäten im Haus der DMG zur Entwicklung eines Bekennersignets. Uwe Gerste: „Dieses werden wir im Rahmen des Gesamtfinanzierungskonzepts für Unterstützer anbieten. Selbstverständlich werden auch die bisherigen Einzahler der Partylifter-Aktion dieses Signet erhalten, sofern die Einzahlung den Verkaufspreis des Signets erreicht hat. Nach derzeitigem Stand wird dies alle Unterstützer mit einem Beitrag ab 5,00 € betreffen.“
E-Mail Adresse eingerichtet
Für die Kommunikation mit der DMG wurde mit der E-Mail-Adresse loveparade@duisburgmarketing die eine direkte Kontaktmöglichkeit hinsichtlich der Loveparade 2010 eingerichtet. Über diese sollen insbesondere bisherige und zukünftige Unterstützer ihre Kontaktdaten übermitteln, um das Bekennersignet zu erhalten. Ebenfalls wurde ein Fact-Sheet entwickelt, in dem alle wichtigen Fragen rund um den derzeitigen Planungsstand beantwortet sind. Dieses liegt sowohl der städtischen Telefonzentrale Call Duisburg vor und ist auch als PDF auf der DMG-Seite www.duisburgnonstop.de veröffentlicht.
Die DMG hofft, mit diesem Appell die Unterstützer und Bekenner der Loveparade für weitere Unterstützungszahlungen gewinnen zu können und Unsicherheiten in der Szene zu verringern.
Das Sonderkonto der Duisburg Marketing GmbH bei der Sparkasse Duisburg (BLZ 350 500 00) hat die Konto-Nr: 212 999 999. Unterstützer werden gebeten, im Verwendungszweck „Partylifter“ sowie die E-Mail Adresse anzugeben.

© 05.03.2010 Pressemeldung DMG

 

 

Duisburgs Loveparade ist gesichert

Die Loveparade in Duisburg ist gesichert. Wie Oberbürgermeister Adolf Sauerland am Samstagmorgen mitteilte, greift ein Finanzier der Stadt unter die Arme. Wer der rettende Geldgeber ist, verriet Sauerland allerdings noch nicht. Denn bisher hat er nur mündlich zugesagt.

Die Loveparade am 24. Juli in Duisburg wird kommen. Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland machte bei einer Sondersitzung des Stadtrates am Samstagmorgen deutlich, dass es Fremdmittel gibt, mit denen der städtischen Kostenanteil in Höhe von etwa 840.000 Euro abgedeckt wird.

Trotz Nachfrage von SPD, Linken, FDP und der Fraktionsgemeinschaft DWG wollte sich der OB allerdings nicht näher zu den möglichen Geldgebern äußern. „Die Zusagen sind mündlich da, aber noch nicht schriftlich“, so der Oberbürgermeister. Er wolle den Stadtrat und die Öffentlichkeit informieren, wenn alle Einzelheiten feststehen und der Verträge geschlossen sind. Als Geldgeber kommt neben privaten Sponsoren auch die Landesregierung in Frage, die aufgrund des Kulturhauptstadtjahres Ruhr 2010 aus Imagegründen an der Durchführung der Loveparade im Ruhrgebiet interessiert ist.  [...]

© NRZ, 20.02.2010, Götz Middeldorf 
 

 

Loveparade 2010 Streckenverlauf Duisburg     

Die Abschlusskundgebung findet auf dem alten Bahngelände oberhalb des Verteilerkreises an der Mercatorstraße statt, so die aktuellen Planungen. Die Teilnehmer der Parade und die Floats ziehen vom Bahnhof über die Mercatorstraße und können die vorhandene Auffahrt zum Güterbahnhfosgelände nutzen, sind dann aber darauf angewiesen, dass zusätzliche Straßen angelegt werden. Denn die Parade wird noch ein ganzes Stück über das Grundstück rollen, bevor auf einer zentralen Fläche die Party richtig los geht.

Anfahrt / Lageplan - Am Güterbahnhof

 

Partylifter sollen Loveparade sichern         

Duisburg Marketing nimmt Unterstützungsangebot der Raver auf. Unter dem Motto „Lift Up – Werd` Partylifter für den Rave“, startet die Duisburg Marketing GmbH (DMG) einen Aufruf zur Unterstützung der diesjährigen Loveparade in Duisburg. Anlass ist die intensive öffentliche Diskussion um die kommunal entstehenden Kosten der Loveparade.

Selbstverständlich sind auch Beiträge von Unternehmen willkommen, die sich der Kulturhauptstadt und der Durchführung dieser einmaligen Großveranstaltung in Duisburg verbunden fühlen.

Zudem sieht der DMG Geschäftsführer die lokale Diskussion viel zu stark auf den Bereich kommunal entstehender Kosten fokussiert: „Kaum betrachtet wurde der große wirtschaftliche Impuls, den die Loveparade für die Region und für Duisburg darstellen würde. Selbst bei einer sehr konservativen Betrachtungsweise werden bei Durchführung der Loveparade in Duisburg aller Voraussicht nach mindestens 500.000 € finanzielle Rückflüsse in der Stadtkasse verbleiben. Dabei ist der medial entstehende Effekt, den die Loveparade auf die Stadt legt überhaupt noch nicht berücksichtigt. Dieser liegt nach Einschätzung des Veranstalters Lopavent, die von mir geteilt wird, bei mindestens 40 Mio. €. Jeder Euro, der durch Unterstützer jedoch aufgebracht wird, unterstützt den Willen der Verantwortlichen, die Loveparade in Duisburg zu der größten international geprägten Feier in diesem Jahr zu führen.“

Die Kontodaten lauten wie folgt:
Zahlungsempfänger: Duisburg Marketing GmbH
Kontonummer: 212 999 999
Sparkasse Duisburg (BLZ: 35050000)
Verwendungszweck: „Partylifter“

 

Loveparade Partylifter Video

 

Partylifter

 

Pressespiegel      


23.02.2010 - Love-Parade: Wo im Sommer gefeiert wird 
22.02.2010 - Loveparade-Zug wird hinter dem Bahnhof Kreise ziehen
05.02.2010 - Rettungsfonds für die Loveparade in Duisburg
29.01.2010 - Veranstalter zweifeln nicht: "Duisburg will die Loveparade"
26.01.2010 - Duisburg will die Loveparade nicht verpassen
23.01.2010 - Jetzt spricht der Loveparade-Chef   
 

 

Loveparade schon wieder vor dem Aus?
© RPO 21.01.2010, Hildegard Chudobba
Steht die Loveparade in Duisburg vor dem Aus? Zumindest ist es zurzeit fraglich, ob die Fete im Sommer steigen wird. Die Stadt Duisburg würde die Party gerne ausrichten - am Willen der Stadt liegt es also nicht. Allerdings droht die Sause an der Finanzierung zu scheitern. Denn die Stadt ist bekanntlich pleite.

Fast auf den Tag genau in einem halben Jahr, am 24. Juli, wollen zehntausende von Ravern und Techno-Fans Duisburg erobern. Für diesen Tag ist die Loveparade geplant. Die Vorbereitungen für dieses Event, das nach den Erfahrungen bei diesen Paraden in anderen Städten junge Leute aus dem In- und Ausland anlocken wird, laufen mehr oder minder hinter den Kulissen. Zwar wird der Rat der Stadt am Montag über die Vorbereitungen für dieses Event aus städtischer Sicht informiert.

Doch viel entscheidender sind die Gespräche, die derzeit der Veranstalter, die Agentur „Lopavent” und die Aurelis, Eigentümer des Geländes, auf dem gefeiert werden soll, führen. In dieser Woche trafen sich die Geschäftspartner zu einer Feinabstimmung. Denn im Groben steht das Konzept bereits.

Gefeiert wird auf dem Bahngelände oberhalb des Kreisels an der Mercatorstraße, so die jüngsten Planungen. Die Teilnehmer der Parade und ihre großen Wagen, so genannte Floats, ziehen vom Bahnhof dorthin. Sie können die bereits vorhandene Auffahrt zu dem Güterbahnhfosgelände nutzen, sind dann aber darauf angewiesen, dass zusätzliche Straßen angelegt werden. Denn der Parade wird noch ein ganzes Stück über das Grundstück rollen, bevor auf einer zentralen Fläche die Party richtig los geht. Das Gelände ist heute noch uneben und verkehrlich schlecht erschlossen. Wichtige Voraussetzung für eine reibungslose Loveparade ist neben dem Straßenbau auch, dass auf dem Grundstück mögliche Stolperfallen beseitigt und die noch vorhandenen Aufbauten abgerissen werden.

„Wir bezahlen alle Aufwendungen, die wir dort eh machen müssen”, sagt Olaf Geist, Geschäftsführer von Aurelis. Denn auch für die „Duisburger Freiheit”, die Bürowelt, die dort entstehen soll, müssen etliche Abrisse vorgenommen werden. Der Bau der Straßen und die weitere Herrichtung des Grundstücks für die Party müssten allerdings auf Rechnung des Veranstalters laufen. Nach den bislang geführten Verhandlungen ist Olaf Geist ziemlich sicher, „dass wir alles bis zum Juli hinbekommen können und hier in Duisburg tatsächlich die Love Parade stattfinden kann.”

Die Stadtspitze führt in der Verwaltungsvorlage, die am Montag im Rat der Politik vorgelegt wird, an, dass auf die Stadt Kosten in Höhe von etwa 850.000 Euro zukommen. Davon sind 400.000 Euro der städtische Eigentanteil an den Kosten, die dem Verkehrsverbund RheinRuhr entstehen werden.
Nach den Erfahrungen werden rund 90 Prozent der Besucher mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Der Verkehrsverbund hat mit der Deutschen Bahn bereits erste Planungen entwickelt. Thematisiert wurde auch schon, wie sich die Gleise wirkungsvoll vom Festgelände abschirmen lassen.

Hohe Sicherheitsstandards müssen auch bei der Parade durch die Stadt zum Festivalgelände eingehalten werden. Der Veranstalter wird die Strecke und das Partygelände reinigen, für die notwendigen sanitären Einrichtungen sorgen und auch für einen Sicherheitsdienst auf dem Festgelände.

 

 

"Duisburg braucht die Liebesparade"
 © NRZ 04.12.2009, Stefan Endell
Die in Duisburg geplante Loveparade werde der Stadt und der Kulturhauptstadt 2010 weltweit eine große Aufmerksamkeit und eine mediale Verstärkung bringen, die man nicht hoch genug einschätzen könne – sagte gestern Björn Köllen, Sprecher der ”Loveparade”-Veranstaltungs-Gesellschaft, zur NRZ, nachdem er mit Überraschung und Interesse die Debatte in der NRZ um das geplante Techno-Musik-Massen-Eregnis gelesen hatte.

Techno ist Jugend-Kultur

Um die Bedeutung dieser Großveranstaltung zu verstehen, so Köllen, müsse man sich ein paar Zahlen vor Aufgen halten – Zahlen der Loveparade vom 18. Juli 2008 auf der B1 in Dortmund. Dort hätten im Lauf des Tages schlussendlich 1,6 Millionen Menschen die Parade besucht. Nach einer Analyse der Nürnberger „Gesellschaft für Konsumforschung” (GfK) wären im Durchschnitt 95 Euro pro Loveparade-Besucher im lokalen Handel, der Gastronomie und Hotellerie hängen geblieben. Insgesamt eine Summe von 144 Mio. Euro.

Alleine der Werbewert der Berichterstattung über die Loveparade in Dortmund, so rechnet der Pressesprecher vor, entspreche einem Gegenwert von etwa 40 Mio. Euro.

Medien in 90 Ländern der Welt hätten über das Ereignis berichtet; vor Ort, so Köllen, seien 900 Journalisten aus 22 Ländern gewesen, die alleine 59 TV-Übertragung - davon 53 live - produziert hätten. Im Internet auf der Seite von „myspace.de” hätte die Loveparade einen Rekord eingestellt, mit 4,2 Nutzern aus 104 Ländern, die sich Bilder von der Dortmunder Loveparade runtergeladen hätten. Die Duisburger Loveparader, so Köllen, werde zustande kommen, da sei er ganz sicher.

Unterdessen haben sich jetzt die FDP und die Grünen schützend vor die geplante „Loveparade Duisburg” gestellt.

Frank Albrecht (FDP): „Die Loveparade ist gut für Duisburg! Ich bin verwundert, dass der bisherige kulturpolitische Konsens zu diesem Mega-Event in Frage gestellt wird. Selbstverständlich sind die Loveparade und Techno Kultur. Gerade im Kulturhauptstadtjahr hat Duisburg die Chance, sich wie eine richtige Metropole zu präsentieren.”

Rainer Neumann (Die Grünen): „Dass Technomusik seit Jahrzehnten zur Jugendkultur gehöre, sollte ein Kulturdezernent nicht übersehen. Die negativen Aspekte wie Verschmutzung und Drogen, gefährdete Sichehrheit muss man durch eine gute Planung in den Griff bekommen.” Die positiven Auswirkungen für das Image Duisburg seien aber immens.

 

 

Liebesentzug für Loveparade in Duisburg
 © NRZ 02.12.2009, Stefan Endell
Der Loveparade, die im Sommer 2010 mit einem Millionen-Publikum schrill, laut und freizügig diesmal über das alte Güterbahnhof-Gelände in Duisburg „raven” will, schlägt aus der Stadtverwaltung nicht die reine Liebe entgegen. Kulturdezernent Karl Janssen sieht "keinen Bezug zur Kultur".
Duisburgs Kulturdezernent Karl Janssen hat sich gegenüber der NRZ kritisch zur Loveparade geäußert: „Saufen, Sex, Drogen: Das ist nun wirklich keine jugendtaugliche Veranstaltung”, sagte Janssen. Er hätte, so räumte er aber ein, sich viel früher mit dieser Kritik zu Worte melden müssen; es sei seine persönliche Meinung und nicht die des Verwaltungsvorstandes; er könne aber in dieser Veranstaltung keinerlei Sinn für die Stadt oder Mehrwert für die lokale Wirtschaft erkennen.

"Darf der Stadt kein Geld kosten"
„Ich sehe zudem keinen Bezug zur Kultur”, so der Kulturdezernent. Eine solche Veranstaltung dürfe die Stadt deshalb auch kein Geld kosten. „Denn mir fielen tausend andere Projekte aus dem Bereich der Kultur ein”, so Janssen, „die städtische Zuschüsse wirklich gut gebrauchen könnten.”

Auf diesen Wunsch nach Kostenneutralität kann der Beigeordneten-Kollege Wolfgang Rabe, Ordnungsdezernent der Stadt und offiziell der Loveparade-Beauftragte aber ganz und gar nicht verbindlich eingehen: „Keine Kosten für die Stadt durch die Loveparade? Das kann ich nicht garantieren.” Derzeit befände man sich in Verhandlungen mit dem Veranstalter, der Berliner „Lopavent”. Man bespreche derzeit die Sicherheits-Infrastruktur: So zum Beispiel den sicheren Hin- und Rückweg der Menschenmassen vom Hauptbahnhof zum Güterbahnhofs-Gelände.

Gelände muss partytauglich werden
Absperrgitter, wieviele, wo, welche! Autozufahrten, Parkräume, Anzahl der VRR-Sonderzüge, die Frage wer das bezahle, und schließlich muss das Grundstück der Bahntochter Aurelis, das 255 000 Quadratmeter große, kraterähnlich und überwucherte Güterbahnhofsgelände noch „partyfein” gemacht werden.

Die Zusammenarbeit mit der Stadt, so erklärte gestern Loveparade-Sprecher Björn Köllen, laufe aber sehr gut. Eine Loveparade sei in der Tat ein „sehr komplexes Projekt”. Deshalb trete die Loveparade auch nicht mit einem festen Anforderungskatalog an die Stadt heran, sondern, so Köllen, „wir passen uns den Duisburger Gegebenheiten an.” Dazu gehöre, dass man demnächst sehr genau das alte Bahngelände inspizieren werde, um den Streckenverlauf für Mensch und Material im Detail zu klären. Drei Millionen Euro kostet die Parade den Veranstalter. Müllbeseitigung, 1000 Mann an Sicherheitsdiensten inklusive. Im März werde man den genauen Loveparade-Termin (geplant 24. Juli), das Motto („On the highway to love”, Motto 2008) und weitere Details bekanntgeben. In Dortmund ravten 1,6 Million Besucher. Mit einer Millionen könne man in Duisburg rechnen. Doppelt so viele Gäste wie Einwohner der Stadt.

 

 

Loveparade 2010 gesichert

In Duisburg darf 2010 getanzt werden: Die Organisatoren der Loveparade haben die Erlaubnis für das riesige Technospektakel im Kulturhauptstadtjahr in Duisburg bekommen.

Mehr als eine Million Raver sollen auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs tanzen. Das Brachland liegt in der Nähe der Innenstadt und gehört zum rund 35 Hektar großen Areal des Städtebauprojekts Duisburger Freiheit. Der genaue Tag steht noch nicht fest. “Die Loveparade wird aber im Sommer stattfinden. Wir werden so planen, dass die Veranstaltungen sich nicht mit anderen Veranstaltung wie der WM überschneidet”, sagte Loveparade-Sprecher Björn Köllen am Freitag. Der Streckenverlauf und weitere Details sollen erst Anfang 2010 bekannt gegeben werden.

Quelle: dpa 30.10.2009

 

Planerische Meisterleistung

Die Love-Parade-Macher wollen noch vor Weihnachten mit ihren Planungen für die Veranstaltung, die im kommenden Jahr in Duisburg stattfindet, ins Detail gehen.

Tagesgeschäft für Profis

Das Areal sei natürlich nicht eben wie ein Fußballfeld. Dennoch sieht es Björn Köllen als "geeignet für uns an. Selbstverständlich werden nun die Jungs von der Produktionsabteilung genau hinschauen", damit es im Sommer kommenden Jahres eine optimale Partystätte für mindestens eine Million Besucher ist. Vor allem die Bühne müsse den Gegebenheiten angepasst werden. Überhaupt, so der Pressesprecher weiter, werde hier wie bei den früheren Veranstaltungen eine logistische Leistung gefordert, "die aber für unsere Profis Tagesgeschäft ist".

Wann genau die Duisburger Loveparade stattfinden wird, konnte Köllen gestern noch nicht abschätzen. Auf jeden Fall aber im Sommer. Er vermochte auch nichts dazu zu sagen, ob die Loveparade mit ihren 30 bis 40 Trucks zunächst durch die Innenstadt ziehen wird oder ob, wie angedacht, die dann vorübergehend gesperrte A 59 mit einbezogen wird. Erst einmal werde man sich auf das Areal der "Duisburger Freiheit" konzentrieren.

Aus aller Welt

Wie viele Besucher die Loveparade nach Duisburg locken wird, darüber wollte Björn Köllen wenig spekulieren. Mit einer Million Fans rechnet er auf jeden Fall. Ob vielleicht auch mehr (2008 waren in Dortmund 1,6 Millionen Besucher gezählt worden), sei schwer zu sagen, weil es sich um eine "freie Veranstaltung" handele, zudem in die Veranstaltungszeit die Fußball-Weltmeisterschaft fallen könnte und auf jeden Fall das Kulturhauptstadtjahr 2010 über die Bühne geht.

Der Pressesprecher geht auf jeden Fall davon aus, dass die Gäste aus dem gesamten Ruhrgebiet und den Benelux-Ländern kommen werden. Wie stets bei der Loveparade würden auch Fans aus den USA, aus Australien und Asien in Duisburg erwartet. Auf alle kommt dann nicht nur eine lautstarke Techno-Party der Superlative zu, sondern die Veranstalter wollen sich, wie jedes Mal, wieder etwas Besonderes einfallen lassen. Möglicherweise ein Kunstprojekt oder eine "musikalische Weiterentwicklung". Über die DJs, die laut Köllen "stets andere sind", werde ab Mai kommenden Jahres gesprochen.

Die nächsten Gespräche in Duisburg wird es wohl im November, auf jeden Fall aber noch vor Weihnachten geben. "Dann wird's auch langsam konkreter", verspricht Björn Köllen.

Quelle: RP 06.10.2009, Peter Korte

 

 

Duisburg gibt grünes Licht für Loveparade 2010

Grünes Licht für Loveparade 2010: Die Großveranstaltung ist in Duisburg machbar. Darauf einigten sich die Stadt und Vertreter des Veranstalters. Zentraler Veranstaltungsort soll das Gelände der künftigen "Duisburger Freiheit" am Hauptbahnhof werden.
Die Loveparade in Duisburg ist 2010 machbar – zu diesem Ergebnis kamen Vertreter des Veranstalters, der Stadt und der Wirtschaftsförderung ,metropoleruhr' am Freitag. Zentraler Veranstaltungsort soll das Gelände neben dem Hauptbahnhof („Duisburger Freiheit”) werden. Der Grundstückseigentümer ,aurelis' könne sich das Gelände ebenfalls als Veranstaltungsfläche für die größte Party der Welt vorstellen, hieß es gestern aus dem Rathaus. Das Vorhaben sei auch den beteiligten Behörden vorgestellt worden, um nun die Detailplanung voranzutreiben. Hierzu gehört, welchen Weg die Loveparade nehmen wird.

Josip Sosic, Pressereferent des Oberbürgermeisters: „In mehreren Gesprächsrunden haben wir uns die verschiedenen Optionen für die Loveparade in Duisburg angesehen.” Bereits nach der Messe Mipim in Cannes sei das Gelände am Duisburger Hauptbahnhof erstmals ins Gespräch gebracht worden. „Man sieht es jetzt als Möglichkeit.” Nun gehe es an die Feinplanung.

Bahnhof wird noch saniert

Rund eine Million Menschen werden zu einer Loveparade erwartet. Sie stellen Veranstalter wie Behörden und Bahn vor eine große Herausforderung: Noch wird der Hauptbahnhof saniert, noch herrscht reger Baubetrieb an der A 59 zwischen den beiden Anschlussstellen in der Stadtmitte. Im Februar regte sich zudem Skepsis bei Duisburger Polizei und Feuerwehr gegenüber der größten Tanzparty der Welt. Die Stadt Essen hatte damals Bereitschaft signalisiert, die Loveparade im Kulturhauptstadtjahr 2010 noch einmal auszurichten.

Die Skepsis scheint gewichen. Polizeisprecher Ramon van der Maat: „Das ist ein erster Schritt. Nun stehen die Detailplanungen an. Daran beteiligen wir uns gemeinsam mit der Feuerwehr und den anderen Sicherheitskräften.” Mit der bisher getroffenen Vereinbarung können van der Maat und seine Kollegen jedoch gut leben.

Als „sehr sehr gutes Signal” bewertet auch Uwe Gerste, Geschäftsführer der Duisburg Marketing Gesellschaft (DMG), die Nachricht.

„Ein sehr gutes Signal”
„Bisher galt immer der Zeitplan, nach dem Stadt und Veranstalter zum Ende des Jahres ein Ergebnis vorstellen wollten. Dass es bereits Anfang Oktober eine erste Einigung gibt, werte ich als gutes Zeichen.” Schließlich sei die Loveparade „eine großartige Marketing-Chance für Duisburg und Bestandteil des Programms zur Kulturhauptstadt”. Allerdings gelte es nun, in den Verhandlungen zwischen Stadt und Veranstalter gemeinsam mit den Sicherheitskräften die Details zu klären. „Erst wenn das geschehen ist, können wir beginnen die Veranstaltung touristisch zu vermarkten.”

Gerste verweist noch einmal auf die große Chance der Stadt, sich durch die Loveparade weltweit zu präsentieren: „Die letzte Parade in Dortmund wurde live in 50 Länder übertragen.” Daher sei es gut, dass Duisburg ein erstes Zeichen setze und zeige, dass die Stadt ernsthaftes Interesse an der Loveparade habe. „Außerdem zeigt es, dass erste Berichte, wonach Duisburg die Veranstaltung nicht stemmen kann und Essen als Ersatzaustragungsort bereitstehe, voreilig waren.”

Weil die Stadt Angst vor einem zu großen Chaos hatte, sagte Bochum die Loveparade für 2009 Anfang des Jahres ab. Offiziell hieß es Jahres, dass es auf der vom Veranstalter „Lopavent” vorgeschlagenen Strecke durch die City nicht möglich sei, die Sicherheit der Besucher zu garantieren.

© WAZ 03.10.2009, Alfons Winterseel, Matthias Düngelhoff und Katharina Paris

 

 

Die Loveparade steckt in der Warteschleife

Nach der Absage der Loveparade in Bochum erwarten die Techno-Fans mit Spannung die Details zum Massenrave 2010 in Duisburg. Bisher gibt es nur Absichtserklärungen der Verantwortlichen. Ob das reicht, zeigt sich, wenn eine Lösung für die Streckenführung gefunden ist.
Kommt sie nun oder kommt sie nicht? Noch immer herrscht keine endgültige Klarheit, ob die Loveparade im Kulturhauptstadtjahr 2010 tatsächlich durch Duisburg zieht. Im Raum steht ein klares Bekenntnis der Stadt: „Oberbürgermeister Adolf Sauerland hat gesagt, dass wir das machen und alles daran setzen werden, dass es klappt – daran hat sich nichts geändert“, erklärt der Beigeordnete Wolfgang Rabe auf Nachfrage von DerWesten. Im Raum steht aber auch die Frage, wo die Techno-Fans überhaupt feiern werden.

Zugweg ist noch völlig offen
Bisher verweisen die Verantwortlichen darauf, dass sich die konkreten Planungen noch im Anfangsstadium befinden. So will die Stadt Duisburg erst im Laufe des Sommers Vertreter des Veranstalters Lopavent zur Ortsbegehung empfangen und Gespräche über die Rahmenbedingungen führen. „Natürlich haben wir uns schon Gedanken über eine mögliche Streckenführung gemacht, und ich bin mir sicher, dass wir eine Strecke finden werden“, so Rabe, „aber letztlich kommt es auf den Veranstalter an und ob dieser damit einverstanden ist.“ Damit spielt der 2. Beigeordnete den Ball wieder der Berliner Lopavent zu. „Wir rechnen fest mit Duisburg und bisher klappt die Zusammenarbeit außerordentlich gut“, lobt Björn Köllen vom Loveparade-Veranstalter. Während es bereits eine Grundidee fürs Programm gebe, sei bei der Streckenführung noch alles offen.


Die alte Güterbahnhof-Fläche hinter dem Hauptbahnhof sei von der Fläche her und der Nähe zum Nahverkehr die einzige Möglichkeit für die Loveparade – so die Einschätzung des Duisburger Jens Thiem. Er gehört zu den Mitveranstaltern der Ultraschall-Party-Reihe und hatte mit seinem Team sowie der Duisburg Marketing einen großen Wagen für die Dortmunder Loveparade 2008 gestellt. „In Duisburg wären wir auf jeden Fall wieder dabei. Für uns wäre das ein absolutes Heimspiel“, sagt Thiem. Auch für Bochum habe es bereits ein fertiges Konzept für einen Wagen gegeben.

"Da hat sich keiner mit Ruhm bekleckert"
Thiem ist einer von vielen Ruhrgebietlern, der die Absage der Loveparade in Bochum für dieses Jahr bedauert. „Da hat sich keiner mit Ruhm bekleckert“, blickt Sabine Brustmann vom Projektmanagement der Revier-Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr zurück. In den Räumen dieser Gesellschaft haben sich deshalb die Kommunen im März zu einem Loveparade-Gipfel getroffen. Dabei haben sich die beteiligten Städte laut Ergebnisprotokoll darauf geeinigt, dass die Loveparade im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres 2010 in Duisburg und 2011 in Gelsenkirchen. „Die Teilnehmer begrüßen die Aufnahme der Loveparade 2010 als Leitprojekt der Kulturhauptstadt“, heißt es weiter.


Mit mindestens einer Million Besucher kalkuliert Björn Köllen von Lopavent für den Massenrave. Bei einer solch großen Veranstaltung wird schon jetzt viel über die Sicherheit diskutiert. Einige Irritationen hatte es nach einer Pressemeldung der Polizei gegeben, die darauf hinwies, dass ein „entsprechend großer Polizeieinsatz“ vonnöten sei und es auch nicht einfach sei, eine Fläche für eine Veranstaltung dieser Größenordnung zu finden ( DerWesten berichtete  ). In der NRZ stellte der Duisburger Polizeisprecher Ramon van der Maat unterdessen klar, dass von eklatanten Sicherheitsschwächen nie die Rede gewesen sei und Duisburg kein Problem mit der Loveparade habe. „Dann gibt es eben einen größeren Polizeieinsatz. Wir sind hier doch Großveranstaltungen gewohnt“, so van der Maat.

Stadt setzt Vertrauen in den Veranstalter
Großes Vertrauen setzt der Beigeordnete Wolfgang Rabe in Lopavent: „Das sind Profis, die würden auch keine Strecke auswählen, bei der es Sicherheitsbedenken gibt“. Ob es eine unproblematische Route in Duisburg gibt, werden erst die nächsten Monate zeigen. Bis dahin müssen die Loveparade-Anhänger weiter den Absichtserklärungen der Stadt und der Veranstalter vertrauen.

© 06.06.2009 - DerWesten Spezial, Ingmar Kreienbrink
 

 

Loveparade 2008 Dortmund

Loveparade
Rund 1,6 Millionen Menschen haben sich das Spektakel der Superlative in Dortmund angesehen. Im Mittelpunkt des Interesses (und vor allem der Medien): Der schicke Duisburg/ultraschall-Float. Die Innenhafen-Partyserie hat in Kooperation mit der Duisburg Marketing GmbH und Sponsoren einen eigenen Float ins Rennen auf die B1 geschickt. Von Startplatz 1 aus führten die Duisburger die Parade an und die Fotografen und Fernsehkameras (Übertragung in 53 Ländern) konnten nicht mehr von den komplett in weiß gekleideten ultraschallern lassen.



Immer wieder mussten die Mädchen für die Fotografen posieren, mussten die Arme nochmal in die Höhe gerissen werden. Doch bei der überkochenden Stimmung auf  Float gehörte die Arm-Übung eh zur Tanz-Choreografie der Duisburger House-Fans. Am Tag danach steht fest: Der Wagen war einer der Attraktivsten. Die Besatzung hielt fast 8 Stunden durch und konsumierte dabei fast ausschließlich Flüssignahrung. Und die Medien (allen voran die Bild-Zeitung) wie Focus, FAZ, RP und Sat 1 überschlugen sich mit Bildern des Floats aus dem Ruhrgebiet. Hier wurde also die Chance genutzt, den Strukturwandel in dieser Stadt perfekt zu inszenieren. Wiederholung im kommenden Jahr? Ja, aber noch größer und noch lauter.

Video bei youtube



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www.loveparade.de

 

 

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