700 Jahre Salvatorkirche Duisburg

Das Jubiläumsjahr 2016 mit 40 Veranstaltungen

Ein Denkmal kann als (Kunst-)Werk verstanden werden, das für eine frühere Kultur Zeugnis ablegt. In diesem Sinne ist die Duisburger Salvatorkirche auch ein Denkmal. Allein im letzten Jahr machten sich über 13.000 Menschen aus 90 Nationen ein eigenes Bild von dem imposanten Gotteshaus. Denn die Stadtkirche neben dem Rathaus am Burgplatz ist eines der bedeutendsten spätgotischen Kirchenbauwerke am rechten Niederrhein. Besonders viele Besucher erwartet die Salvatorkirche im nächsten Jahr zu ihrem 700. Geburtstag. Anlass für das Jubiläumsjahr ist die erste urkundliche Erwähnung der Kirche von 1316, der geplante Bau von „St. Salvator“. Die Veranstalter des Jubiläums, die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg und der Evangelische Kirchenkreis Duisburg, möchten zeigen: Die Salvatorkirche ist 2016 nicht „nur“ Denkmal, sondern „Denkmal anders“, so das Motto des Jubiläums. Sie laden dazu ein, die Stadtkirche durch den geplanten thematisch breit gefächerten Kanon von 40 Veranstaltungen als Denkmal und als Gotteshaus wirklich anders – mit allen Sinnen und aus neuen, ungewohnten Blickwinkeln – zu erleben.

Musik spielt dabei eine besonders wichtige Rolle: Es gibt zahlreiche Konzerte: z. B. eines zur Eröffnung des Festjahres mit Werken von Hector Berlioz und Giuseppe Verdi am 13. März 2016, eines mit dem „Salisbury Cathedral Choir“ am 8. April, die „Carmina Burana“ am 9. Juni mit der Kantorei, den Duisburger Philharmonikern und der Tanzgruppe Weltike und der Gastauftritt der Wiener Sängerknaben am 9. Dezember. Am 25. Juni wird Salvator sogar zur Bühne, und zwar für alle Laien, die selbst Musik machen und 20 Minuten lang ihren großen Auftritt in der Kirche haben möchten.

Ungewöhnlich ist auch die Ausstellung Duisburger Künstler (Eröffnung am 29. Mai), die in der Stadtkirche zu sehen ist. Besucher dürfen gespannt sein, wie die Werke, die eigens zum Thema „Salvatorkirche und Denkmal anders“ geschaffen wurden, in Szene gesetzt werden. In der Kirche wird auch die „plastikBAR“ des Lehmbruckmuseums am 16. Juni aufgebaut. Wer selbst künstlerisch aktiv werden möchte und gerne fotografiert, kann unter Anleitung von Profis das Gotteshaus mit Objektiv und Stativ aus völlig ungewöhnlichen Perspektiven ablichten. Zum Tag des Offenen Denkmals (11. September) wird die Lichtinstallation „Mercaturm“ von Xavier de Richemont in der Salvatorkirche gezeigt. In Leben und Werk des Künstlers führt Dr. Söke Dinkla in einem Vortrag ein.

Am Festprogramm zum Kirchengeburtstag beteiligen sich zudem die Universität Duisburg/Essen mit einer Ausstellung in der Duisburger Uni-Bibliothek (Eröffnung am 2. Juli) zum Thema Leichenpredigten und die Mercator-Gesellschaft, die zu Vorträgen einlädt, und zwar am 10. März („Grabungen in der Salvatorkirche“) und am 27. November („Technik von Kirchenfenstergestaltung“).

Ein Highlight des Jubiläums ist die Ausstellung des Kultur- und Stadthistorischen Museums Duisburg: „Die ganze Welt in Gottes Hand – von der Heilserwartung des Mittelalters zu Mercators Beschreibung der Welt“ (19. Juni 2016 – 8. Januar 2017). Neben dem historischen Aspekt – der Entwicklung und Bedeutung der Salvatorkirche für die Stadt Duisburg – zeigt die Ausstellung ikonografische Elemente. Dieser Ausstellungsteil geht aus von der Skulptur des „Salvator mundi“, die sich bis Mitte des 16. Jahrhunderts in der Salvatorkirche befand. Verschiedene Skulpturen und Gemälde des „Salvator mundi“ zeichnen die Veränderung der Weltsicht bis zum Zeitalter Mercators nach, ebenso wie die Entwicklung der Frömmigkeit vom frühen Mittelalter bis zur frühen Neuzeit. Der andere Teil der Ausstellung präsentiert die Entwicklungsgeschichte der Salvatorkirche bis hin zum Wirken Gerhard Mercators in Duisburg. Die Salvatorstatue befindet sich heute in der katholischen Kirche St. Pankratius in Dormagen-Nievenheim. Zum Jubiläum aber kommt sie nach Duisburg und ist während des gesamten Ausstellungszeitraumes im Museum zu sehen.

Feierlich wird es am 23. Juni mit dem Festakt zum Kirchengeburtstag im Rathaus und in der Salvatorkirche. Die Festrede hält Nikolaus Schneider, der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland. Am 26. Juni folgt ein Festgottesdienst in der Salvatorkirche, bei dem Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, predigt. Und am 3. Juli hält der Bischof des Essener Bistums, Franz-Josef Overbeck, einen Kanzelvortrag, der den Titel trägt „Der Salvator Mundi als ökumenischer Impuls für das gemeinsame Handeln der Christen in der Stadt.“

Detaillierte Informationen zu allen Veranstaltungen gibt es im Internet unter www.salvatorkirche.de; das Programmheft zum Jubiläumsjahr wird auf Anfrage kostenfrei zugeschickt (0203 / 29513501).

Wer die Salvatorkirche besichtigen möchte, kommt dienstags bis samstags von 9 bis 17 Uhr vorbei oder an Sonntagen nach dem Gottesdienst von ca. 11 bis 13 Uhr. Der Eintritt ist frei, und ein Präsenzteam beantwortet gern Fragen. An jedem ersten Sonntag im Monat findet von 15 bis 16 Uhr eine Führung in der und um die Salvatorkirche statt. Die Führung ist kostenfrei, ohne Anmeldung und wird von ehrenamtlichen Kirchenführern begleitet, die Interessierte gern über die Geschichte, den Baustil und die Fenster der Stadtkirche neben dem Rathaus informieren. Zum Jubiläum „700 Jahre Salvatorkirche“ bietet die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg besondere Kirchenführungen an: in englischer, italienischer, portugiesischer Sprache, Führungen extra für Kinder und Führungen in Gebärdensprache.

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