Bunter Kreis Duisburg zeigt neue Fotoausstellung

„Nichts kann beschreiben, wie es ist, um das Leben des eigenen Kindes zu bangen“

13.04.2018

Harald Stollmeier, Pressesprecher Novitas BKK, Stefanie Eickmeier, Geschäftsbereichsleiterin Novitas BKK, Dr. Sassa von Roehl, Öffentlichkeitsarbeit Bunter Kreis, Ditmar Schädel, Uni Duisburg-Essen, Dr. Gabriele Weber und Antje Bandemer vom Bunten Kreis, Student Sean Martin, Simone Feldmann mit Alexander, Bürgermeister Manfred Osenger, Ayperi Stahlhofen mit Mihrimah, Indra Rudz
Harald Stollmeier, Pressesprecher Novitas BKK, Stefanie Eickmeier, Geschäftsbereichsleiterin Novitas BKK, Dr. Sassa von Roehl, Öffentlichkeitsarbeit Bunter Kreis, Ditmar Schädel, Uni Duisburg-Essen, Dr. Gabriele Weber und Antje Bandemer vom Bunten Kreis, Student Sean Martin, Simone Feldmann mit Alexander, Bürgermeister Manfred Osenger, Ayperi Stahlhofen mit Mihrimah, Indra Rudz

„Die Bilder“, erklärte Duisburgs Bürgermeister Manfred Osenger gestern bei der Eröffnungsfeier der neuen Fotoausstellung des Bunten Kreises Duisburg e. V., „lenken den Fokus auf das Wesentliche. Es sind beeindruckende Aufnahmen, die pure Lebensfreude vermitteln.“

Insgesamt 21 Porträts zeigen Kinder, die vom Bunten Kreis Duisburg betreut wurden. Aufgenommen wurden die Fotos von Studierenden der Universität Duisburg-Essen unter der Leitung von Ditmar Schädel, Dozent für künstlerisches Gestalten im Studiengang angewandte Kognitions- und Medienwissenschaft.

„Einer unserer Leitsätze lautet: Wir helfen“, so Stefanie Eickmeier, Geschäftsbereichsleiterin der Novitas BKK. „Doch das schafft man nicht, indem man einfach nur am Schreibtisch sitzt und Papier von links nach rechts schiebt. Dafür braucht man Partner, die genau hinschauen, und dabei auch mit anderen Augen sehen. So, wie der Titel der Ausstellung, die wir heute eröffnen. Partner, wie der Bunte Kreis, der mit seiner Arbeit weit mehr leistet, als wir als Krankenkasse jemals tun können.“

In den vergangenen 16 Jahren hat der Bunte Kreis Duisburg mehr als 1.000 Familien betreut. Dr. Gabriele Weber, 1. Vorsitzende des Vereins, weiß: „Ohne das Engagement der vielen Duisburger Bürgerinnen und Bürger wäre das gar nicht möglich gewesen. Für diese Unterstützung möchte ich mich ganz herzlich bedanken.“

Den Bildern sieht man nicht an, wie viel die Kinder und ihre Familien durchstehen mussten. Deutlich wird das erst, wenn man die Geschichte der kleinen Kämpfer hört. „Es war eine Berg- und Talfahrt“, erzählte Indra Rudz, Mutter von Marlena, die 15 Wochen zu früh zur Welt kam. „Nichts kann beschreiben, wie es ist, um das Leben des eigenen Kindes zu bangen. Als wir in den Inkubator sahen, sahen wir 650 Gramm geballten Lebenswillen. Ein Kind, das fest entschlossen war, zu leben. Und heute? Heute braucht Marlena nur eine Brille.“

„Ich wusste nicht, was auf mich zukommen würde“, gab Student Sean Martin, einer der Fotografen des Projekts, offen zu. „Und natürlich war ich aufgeregt, die Familien kennenzulernen. Wenn man Kinder fotografiert, hat man nur ein kleines Zeitfenster. Man muss lernen, sich unsichtbar zu machen, damit die Kinder sich bewegen, als wäre man gar nicht da.“

Die Ausstellung „Mit anderen Augen sehen“ wird erstmalig bei der Novitas BKK gezeigt und zieht anschließend weiter. Zu besichtigen sind die Bilder bis zum 30. Mai im Foyer des Verwaltungsgebäudes der Novitas BKK am Duisburger Innenhafen, Schifferstraße 92-100, montags bis freitags von 8.00 bis 16.00 Uhr und donnerstags von 8.00 bis 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

  • startport hat die ersten fünf Teams an Bord

    Die fünf Logistik-Teams Aindex.Ruhr, Cargo-Bay, DepotCity, Freightpilot und Shippion arbeiten seit März im Startup-Programm. Die Jungunternehmen haben jetzt rund ein Jahr Zeit, um aus ihren innovativen Ideen marktreife Logistik-Produkte oder -Services zu entwickeln.

  • Legales Graffiti im Duisburger Innenhafen

    Dank Grafikdesigner Beni Veltum verbindet der Stromkasten vor der Volksbank am Innenhafen jetzt grafisch die Historie mit der Gegenwart.

  • Baustellenbesichtigung im MKM

    Baustellenbesichtigung im Rohbau des Erweiterungsbaus Museum Küppersmühle mit Robert Hösl (Herzog & de Meuron), Bastian Overbeck (Bauleitung, Diete & Siepmann) und Walter Smerling (Direktor MKM).