Der Innenhafen im Wandel der Zeit

12.04.2018

Mit der industriellen Revolution veränderte der Innenhafen in Duisburg seine Optik bis zur heutigen Zeit. Auf einer Fläche von über 80 Hektar entstand ein zentraler Hafen- und Handelsplatz, der von großer Bedeutung für das gesamte Ruhrgebiet war.
Mehr als 100 Jahre später schickt sich der Innenhafen erneut an, seine Optik nachhaltig zu verändern. Nach dem Ende des Tagebaus und dem Wandel der Industrie verlor das Areal an Bedeutung. Ein einzigartiger Strukturwandel bringt neues Leben an den Innenhafen – auch dank der Förderung von Stadt und Land. Arbeiten und Wohnen am Duisburger Innenhafen, wo einst die Industrie boomte.

Masterplan eines Stararchitekten

20 Jahre lag der Innenhafen in Duisburg brach; zum Aufbruch in die Zukunft des Areals trug auch die Internationale Bauausstellung Emscher Park bei. Mit dem Wandel des Innenhafens zu einem Ort des Wohnens, Arbeitens und der Freizeitgestaltung ist der Name Norman Forster eng verbunden. Der britische Architekt hat zahlreiche Gebäude im Innenhafen gestaltet. So ist Forster unter anderem für das Haus der Wirtschaftsförderung an der Mülheimer Straße verantwortlich. Sein Masterplan wurde zur Blaupause für die Entwicklung des Innenhafens. Aus einer einstigen Industriebrache hat sich ein Quartier mit hoher Lebensqualität nahe des Zentrums entwickelt. Zahlreiche Unternehmen haben sich hier bereits niedergelassen.

Stadt fördert Wohneigentum

Aus verwaisten Getreidespeichern wurden Bürogebäude, in verlassenen Mühlen sind Museen beheimatet und in alten Kontoren wohnen Familien. Auf dem gesamten Areal am Innenhafen wurde einstigen Industriegebäuden neues Leben eingehaucht. Unterstützt wurde und wird der Wandel von der Stadt Duisburg selbst. Mit finanziellen Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen möchte die Stadt Menschen dazu bewegen, ihre neue Heimat im Innenhafen zu finden.
Gefördert werden Haushalte mit mindestens einem Kind, die eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreiten. Die Höhe der gewährten Pauschale für ein Baudarlehen hängt vom gewünschten Bauort ab. Für Duisburg liegt die maximale Fördersumme zu Beginn des zweiten Quartals 2018 bei 90.000 Euro. Für jedes Kind erhält die Familie weitere 15.000 Euro; in der gleichen Höhe fließt der Zuschuss auch für behinderte Menschen. Bei erfolgreichem Abschluss der Baumaßnahme erlässt das Land derzeit 7,5 Prozent des gewährten Darlehnes. Für eine Familie mit zwei Kindern immerhin 9.000 Euro.

Förderung für Neu- und Altbauten

Das Darlehen für Familien mit niedrigem Einkommen ist nicht auf Neubauten beschränkt. Entscheiden sich Bauherren für den Kauf oder Umbau von bestehenden Immobilien am Innenhafen, stehen ebenfalls Fördermittel zur Verfügung. Genaue Auskünfte zu allen verfügbaren Fördermitteln erteilt das Amt für Soziales und Wohnen der Stadt Duisburg.
Dort erfahren interessierte Immobilienkäufer unter anderem, dass auch der Dachgeschossausbau förderfähig ist. Gleiches gilt für die Errichtung einer Wohnung in einem ehemaligen Industriegebäude im Innenhafen von Duisburg.

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