Duisburg öffnet sich für Kreuzfahrtschiffe

Der Hafen in Duisburg ist für die Binnenschifffahrt eine wichtige logistische Drehscheibe. Große Binnenschiffe aus Belgien, den Niederlanden und aus Übersee schlagen hier jährlich rund 50 Millionen Tonnen an Waren um. Als Bürostandort gehört der Innenhafen längst zu Duisburgs Top-Adressen und auch als attraktive Wohnlage hat er sich einen Namen gemacht. In See stechen konnten Anwohner und Touristen lange Zeit jedoch nur für eine Hafenrundfahrt. Das Potenzial als Hafen für Passagierschiffe wurde in den vergangenen Jahren nicht genutzt. Doch künftig werden auch in Duisburg wieder regelmäßig Kreuzfahrtschiffe anlegen.

Erste Schritte auf dem Weg zum Seehafen unternommen

Ab 2016 sollen Flusskreuzfahrten rund 25.000 neue Besucher pro Jahr in die Stadt bringen. Die Reederei Viking River Cruises plant ab 2016 viermal pro Woche mit jeweils 190 Passagieren in der Nähe der Friedrich-Ebert-Brücke anzulegen. Die Anlegestelle für die Kreuzfahrtschiffe befindet sich derzeit noch im Bau. Dass sich die Investition in die Kreuzfahrt auch für die Hafenstädte selbst auszahlt, zeigt das Beispiel Kiel. Die Kreuzfahrtpassagiere bescheren der Stadt ein solides wirtschaftliches Wachstum. Dort ankern überwiegend Schiffe von deutschen Unternehmen, die bequem über Anbieter wie Seereisedienst.de buchbar sind. In Kiel werden für die kommende Saison 400.000 Passagiere erwartet. Auch die Stadt Duisburg könnte von dem großen Kreuzfahrt-Trend in der Reisebranche profitieren. Die Kreuzfahrtschiffe versprechenden einen wirtschaftlichen Schub vor allem für die Duisburger Tourismusbranche. Aber auch Handwerker und Dienstleister können auf steigende Einnahmen hoffen.

Die Reederei Viking River Cruises plant, Duisburg als Zwischenstopp für verschiedene Reisen auf der Strecke Amsterdam-Basel-Budapest-Bukarest zu nutzen. Reiselustige Duisburger müssen sich hingegen noch gedulden – das Angebot von Viking River Cruises richtet sich vorwiegend an amerikanische Touristen. Die Pläne der Reederei könnten allerdings ein Anstoß für andere Reedereien sein, es ihr gleichzutun. Denn im Kreuzfahrtgeschäft herrscht ein großer Wettbewerb um neue Zielorte und Hafenstandorte. Die Wiederentdeckung von Duisburg als Seehafen könnte der Kreuzfahrtbranche dabei helfen, ihre Passagierziele zu erreichen: Bis 2017 sollen zwei Millionen Urlauber auf Kreuzfahrt gehen. Das wären immerhin 200.000 mehr als im Jahr 2014.

Innenhafen Newsletter

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    Der Rat der Stadt hat im März 2019 bestimmt, dass der Steg im Innenhafenbecken an die Wirtschaftsbetriebe Duisburg übertragen werden soll. Das Umsetzen des Ponton im Innenhafenbecken ist weiterhin in Planung. Es müssen jedoch noch immer offene Fragen geklärt werden, wie eine entsprechende Verlängerung des Pontons aussehen könnte und wie eine Anbringung an die denkmalgeschützte Böschung erfolgen kann. Wann die Planung abgeschlossen ist und die Brücke verlegt wird, konnte auf Nachfrage nicht beantwortet werden.

  • Investoren-Konferenz bei duisport-Tochter

    Industrie, Investoren und Startups auf einem Fleck: Am 4. Juli 2019 fand im Duisburger Innenhafen zum ersten Mal die Investoren-Konferenz der Hafen-Tochter startport statt.

  • Till Brönner - Melting Pott

    Ab dem 3. Juli wird das Museum Küppersmühle zum „Melting Pott“ und präsentiert die bislang umfangreichste Ausstellung des renommierten Musik- und Foto-Künstlers Till Brönner.

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    Stefan Schulte, der Chef des Frankfurter Flughafens, beteuert gegenüber der Frankfurter Allgemeinen, dieses Jahr werde es kein Flug-Chaos wie im letzten Sommer geben. Das Fluggastrechteportal EUclaim sieht dies weniger optimistisch.

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    Zukunftsbezirk Niederrhein entsteht – Bezirke Duisburg und Moers schließen sich zusammen.