E-Sport-Trend erreicht auch Duisburg

E-Sport ist einer der ganz großen Trends in der Welt der Video- und Computerspiele: Hier treten Clans in den virtuellen Welten von Videospielen wie League of Legends, Counter Strike oder Fifa gegeneinander an – Millionen Zuschauer weltweit verfolgen die Matches, die immer mehr zu sportlichen Großereignisse avancieren. Auch vor Duisburg macht der Trend nicht Halt – ein Einblick in die Szene des professionellen Daddelns.

E-Sport: Massenphänomen erreicht Bundesliga-Clubs


Die zunehmende Reichweite des E-Sports zeigt sich allen voran darin, dass selbst etablierte Bundesliga-Clubs auf das Phänomen aufmerksam geworden sind und in ihre eigenen Teams investieren. Den Anfang machte der VfL Wolfsburg, der nicht mehr nur auf dem echten Rasen, sondern auch auf dem virtuellen Grün der Fifa-Games kickt. Schalke 04 zog nach und kaufte das Team “Elements”, um so in das Multiplayer-Spiel “League of Legends” einzusteigen – dem weltweit populärsten E-Sport-Game. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um ein Fantasy-Strategiespiel, in dem zwei Teams gegeneinander antreten und die gegnerische Basis einnehmen müssen. Das Erfolgsrezept des Spiels besteht unter anderem darin, dass es als sogenanntes Free2play-Game über Websites wie browsergames.de kostenlos heruntergeladen werden kann. Es finanziert sich lediglich über optionale Extra-Inhalte wie etwa kosmetische Upgrades der Spielfiguren – sogenannte Skins.

Für weitere Schlagzeilen sorgte dann kürzlich ein Gerücht, dass sogar der FC Bayern München Interesse haben soll, in das Spiel “Counter Strike: Global Offensive” einzusteigen – das berichtete das Fachmagazin PC Games. Es ging demnach um die Übernahme des Teams “SK Gaming”. Das Gerücht jedoch dementierte der Manager des Teams, Alexander Müller, schnell wieder: “Das ist Schwachsinn. Wir sind SK Gaming und werden immer SK Gaming bleiben”, beteuerte er laut PC Games gegenüber der englischsprachigen Seite “The eSport Observer”. Wie es mit dem Team weitergeht und ob Bayern München tatsächlich in den E-Sport investiert, wird demnach erst die Zukunft zeigen.

Finale der ESL-Frühjahrsmeisterschaft fand in Duisburg statt


Der Trend hat auch Duisburg längst erreicht: Erst im Frühjahr fand hier das “League of Legends”-Finale der Liga ESL statt. Damals konnte sich das Team Euronics Gaming mit einem starken 2:0 gegen das Team EYES ON U durchsetzen. Am Ende freuten sich die Sieger über ein Preisgeld von 7.500 Euro.

Die Preisgelder steigen somit auch in Deutschland, das mediale Interesse ebenso, viele Top-Teams können zunehmend von ihrem Hobby leben und in Asien sind die Spieler längst Superstars – kein Wunder, dass der Trend auch die etablierten Sportclubs in Deutschland erreicht. Immerhin beläuft sich der Umsatz des weltweiten E-Sport-Markts bereits auf 900 Millionen US-Dollar und bietet damit ein enormes Vermarktungspotenzial. Das Magazin Horizont.net erklärt, dass sich die Strategie der Bundesligisten auf “vier Säulen” stützt: Merchandising, Sponsoring, Livestream-Vermarktung und Preisgelder. Das klingt nach Profi-Sport, auch wenn klare Verbandsstrukturen erst noch im Aufbau sind und eine offizielle Anerkennung als Sportart noch aussteht. E-Sport ist in jedem Fall ein Thema – auch für Top-Clubs.

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