E-Zigarette: große Veränderungen stehen an

Bild: © istock.com/gawriloff
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Erst seit einigen Jahren hat es die E-Zigarette in den öffentlichen Fokus geschafft. Seit Mai 2016 gilt das noch mehr: Mit neuen Regulierungen soll der Weg in die Zukunft bereitet werden, und zwar mit erhöhtem Verbraucherschutz.


Werbeverbot als erster Schritt

Die E-Zigarette ist inzwischen relativ weit verbreitet. Dennoch gibt es viele Fragen rund um das Dampfen. Neben den gesundheitlichen Aspekten und den Kosten steht auch das Risiko für Jugendliche im Mittelpunkt; wegen der vielen fruchtigen Liquid-Geschmäcker befürchten Experten, dass junge Menschen und Nichtraucher zum Kauf der E-Zigarette verleitet werden könnten.

Unter anderem das Werbeverbot, das als Folge der TPD 2 im Frühjahr 2016 in Kraft trat, soll dem entgegenwirken. Für den gewachsenen Markt sind die Folgen absehbar: Speziell die kleinen Händler haben ohne Werbung keine Chance, zu wachsen und sich im Markt zu etablieren. Da das Werbeverbot so umfassend ist, dass es alle Kanäle beinhaltet, so auch die sozialen Medien und andere digitale Präsenzen, ist es kaum noch möglich, die Kundschaft zu vergrößern.

Neue Produktionsrichtlinien verschärfen den Überlebenskampf

Man darf in den kommenden Monaten und Jahren also mit einem Händlersterben rechnen. Doch es gibt auch Profiteure: Nicht erst seit heute versuchen die großen Tabakkonzerne, sich im Trend-Markt zu behaupten – bislang jedoch ohne echten Erfolg. Durch das Wegfallen vieler kleiner Konkurrenten, die bei der Zielgruppe gut ankamen, wachsen die Chancen für die E-Produkte der Tabakkonzerne ganz von alleine.

Bestärkt wird das durch die neuen Auflagen bei Entwicklung und Produktion. So dürfen künftig nur noch Produkte verkauft werden, die vorher einen kostspieligen Zertifizierungsprozess durchlaufen haben. Zum Beispiel bei der Liquid-Produktion: Dort müssen sämtliche Produkte jeweils einzeln nach Geschmacksrichtung und zusätzlich nach Nikotinstärke getestet werden. Bei fünf Liquids im Sortiment, die jeweils in fünf Nikotinstärken erhältlich sind, bedeutet das bereits 25 Tests. Die meisten Händler haben jedoch ein wesentlich größeres Sortiment. Logisch: Viele Hersteller können diesen Aufwand finanziell nicht ansatzweise stemmen; für Tabakriesen wie British American Tobacco dagegen sind die Kosten keine Hürde.

Was bedeutet das für Verbraucher?

In der Summe wird die Branche also nicht unbedingt schrumpfen oder sogar ganz verschwinden; ganz im Gegenteil, gehen Brancheninsider sogar von weiterem Wachstum aus – bloß mit neu verteilten Rollen. Ob diese Entwicklung aus Verbrauchersicht positiv oder negativ zu bewerten ist, bleibt abzuwarten. Viele Nutzer der E-Zigarette sehen jedoch recht pessimistisch in die Zukunft: Steigende Preise werden kaum noch zu verhindern sein, auch die Qualität und Vielfalt der Produkte könnte in der neuen Dampferwelt unter den Machtverhältnissen leiden.

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