Spatenstich für hochmodernes Braunkohlekraftwerk

Symbolischer Spatenstich für das neue Braunkohlekraftwerk mit der polnischen Ministerpräsidentin Ewa Kopacz. Foto. MHPSE
Symbolischer Spatenstich für das neue Braunkohlekraftwerk mit der polnischen Ministerpräsidentin Ewa Kopacz. Foto. MHPSE

Duisburg / Turów, 19. Mai 2015. – Baubeginn für ein hocheffizientes Braunkohlekraftwerk: Die polnische Ministerpräsidentin Ewa Kopacz, Finanzminister Włodzimierz Karpiński, Vertreter der japanischen und spanischen Botschaft sowie hochrangige Gäste aus Wirtschaft und Politik setzten gestern, am 18. Mai, den symbolischen Spatenstich für das neue 500 MW-Kraftwerk in Turów. Der hocheffiziente Block wird vom Duisburger Anlagenbauer Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe GmbH (MHPSE) gemeinsam mit zwei Konsortialpartnern schlüsselfertig errichtet.

Der Braunkohleblock in Turów wird über eine Bruttoleistung von knapp 500 Megawatt (MW) und einen Wirkungsgrad von mehr als 43% verfügen. Der Auftragswert beträgt 3,25 Mrd. Zloty (rund 800 Mio. Euro). Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe liefert den Großdampferzeuger, die komplette Rauchgasreinigung, Rohrleitungen, Turbine / Generator, übergeordnete Leittechnik und übernimmt die Inbetriebsetzung des Kraftwerks. Die Konsortialpartner Budimex SA (Polen) und Técnicas Reunidas, S.A. (Spanien) sind für Bau / Montage, Kühlturm, allgemeine E- Technik, Stahlbau, Kanäle und einige Nebenanlagen zuständig. Der 500 MW-Block wird an einem bereits existierenden Kraftwerksstandort gebaut, der über sechs Kraftwerksblöcke mit rund 1.500 MW installierter Leistung verfügt. Die Inbetriebnahme erfolgt Mitte 2019.



„Nach ihrer Fertigstellung gehört diese neue Anlage zu den modernsten ihrer Art weltweit“, erklärt Rainer Kiechl, Vorsitzender der MHPSE-Geschäftsführung. „Der neue Block wird einen wesentlichen Beitrag für eine sichere, kostengünstige und umweltgerechte Stromversorgung in einer weiterhin stark wachsenden Wirtschaft leisten.“ Errichtet wird der Braunkohleblock im Auftrag von PGE, Polens größtem Energieversorger mit einem Marktanteil von 40% bei der heimischen Stromerzeugung und 30% beim Endkundenmarkt. Die offizielle Auftragsfreigabe („Notice-to-Proceed“, NTP) für das Projekt wurde Anfang Dezember 2014 erteilt.

Die MHPSE hatte bereits 2012 den Auftrag zum Bau eines 1.075 MW-Steinkohlekraftwerkes im polnischen Kozienice gewonnen. „Dieser neue Auftrag ist ein deutlicher Beleg für die Kompetenz unserer Unternehmensgruppe im Kraftwerksbau“, so Rainer Kiechl. Der Duisburger Anlagenbauer sei ein wesentliches Standbein der weltweit tätigen Mitsubishi Hitachi Power Systems (MHPS). „Als Mitglied der MHPS-Gruppe können wir aber nicht nur im Bereich Stein-und Braunkohle leistungsfähige Lösungen anbieten, sondern auch bei gasgefeuerten Anlagen auf eine enorme Bandbreite an Produkten und auf umfangreiche Referenzen unserer Muttergesellschaft zurückgreifen.“ Dieses Know-how sei bestens geeignet für wirtschaftlich aufstrebende Märkte, die auf eine sichere und technisch hoch entwickelte Stromproduktion mit hoher lokaler Wertschöpfung setzen.

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