Fachkräfteberatung der IHK erfolgreich

31.07.2018

Rund 40 Prozent der Unternehmen am Niederrhein sehen den Fachkräftemangel als größtes Konjunkturrisiko. Neue Fachkräfte zu gewinnen wird immer schwieriger, die Rekrutierungskanäle werden vielseitiger. Damit Unternehmen in der Region neues Fachpersonal finden und ausgebildete Mitarbeiter an sich binden können, hat die IHK Niederrhein 2012 eine Fachkräfteberatung eingeführt. Die Bilanz ist positiv.

Der demografische Wandel ist nicht zu stoppen. Unternehmen müssen sich anpassen und neue Wege finden, Personal aufzubauen und zu halten. HR-Software wie von Personio ist ein praktisches Hilfsmittel, um Standardprozesse bei der Verwaltung von Mitarbeiterdaten, Lohnabrechnungen, Arbeitszeiterfassung und auch Bewerbungen zu vereinfachen und zu professionalisieren. Denn wenn diese nicht schnell und verlässlich laufen, dann findet ein Unternehmen nur schwer neues Personal und muss damit rechnen, dass die Angestellten zur Konkurrenz abwandern.

Der Mangel an fähigem Personal birgt große Risiken, besonders für kleine und mittelständische Firmen. Fehlen kompetente Mitarbeiter, ist das Wachstum des Unternehmens gefährdet. Wandern viele gut ausgebildete Angestellte zur Konkurrenz, steht der Betrieb unter noch größerem Druck.

Wie man fähiges Personal findet und welche Anreize ein Unternehmen bieten muss, um gut ausgebildete Mitarbeiter langfristig an sich zu binden, ist oft nicht leicht zu beantworten. Deshalb hat die IHK Mittlerer Niederrhein gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2012 das Projekt Fachkräfteberatung für Unternehmen ins Leben gerufen. In kostenlosen Gesprächen können Firmen im Rahmen dieses Projekts herausfinden, welche Maßnahmen zur Rekrutierung und Personalbindung für sie sinnvoll sind. Und das Projekt hat sich bewährt, denn rund 2.500 Firmen haben den Beratungsservice der IHK bereits genutzt.

Personalmanager müssen umdenken – weg von klassischen Modellen hin zu modernen Maßnahmen – der Beratungsservice der IHK kann dabei helfen. Ein wichtiges Thema ist beispielsweise das Recruiting: Wo findet man potenzielle Mitarbeiter für sein Unternehmen heute am besten? Denn die altbewährten Rekrutierungskanäle wie Printmedien und Berufsmessen sind längst nicht mehr ausreichend, um Jugendliche und mögliche neue Angestellte anzusprechen. Social-Media-Plattformen zum Beispiel sind wichtige Kanäle geworden, um vor allem junge Menschen anzusprechen. Kleinere und mittelständische Betriebe kämpfen heute mehr denn je um die Gunst der Mitarbeiter. Firmen müssen deshalb gut ausgebildetes Personal langfristig an ich binden können. Flexible Arbeitszeiten, Gesundheitsangebote und eine betriebliche Altersvorsorge sind Maßnahmen, die bei Angestellten gut ankommen.

Wie funktioniert die Fachkräfteberatung?

Innerhalb der Beratung der IHK wird zunächst eine Ist-Analyse der Personalsituation erstellt. Anhand dieser lässt sich bereits aufzeigen, ob und in welchem Maß Handlungsbedarf herrscht. Das Serviceteam arbeitet dann mit dem Unternehmen eine individuelle Lösungsstrategie aus, die konkrete Handlungsempfehlungen beinhaltet. Unterstützt wird dies durch ein Anbieternetzwerk, das Interessenten zur Verfügung steht. In diesem Rahmen erhält man Informationen zu regionalen Initiativen, Institutionen und speziellen Dienstleistern. Die Beratung geschieht wettbewerbsneutral.

Dieser Beratungsservice ist ein wichtiger Schritt, denn der Fachkräftemangel ist in Duisburg und der Region bereits spürbar: 2016 fehlten mehr als 170.000 Fachkräfte, die Engpassquote lag bei 31,8 Prozent. Bis zum Jahr 2027 werden 21.000 weitere Facharbeiter in Rente gehen. Vor allem in den Bereichen Elektrotechnik und Gesundheit/Pflege fehlt es an geschultem Personal. Laut Äußerung des Deutschen Gewerkschaftsbund in Duisburg kann man dem Fachkräftemangel in der Region aber bereits mit der Bereitstellung von Ausbildungsplätzen entgegenwirken.