Geringverdienste und Dispokredite werden zur Schuldenfalle

Gesetzliche Lohnerhöhung hin oder her, viele deutsche Bürger können sich dennoch nur gerade so über Wasser halten. Weil das Geld nicht reicht, nehmen die Deutschen mehr denn je bei finanziellen Durststrecken oder für die Verwirklichung von Konsumwünschen eine Verschuldung in Kauf.

Bei etwa 2.700,- Euro liegt das Durchschnittseinkommen in Deutschland pro Haushalt (auch mit mehreren Erwerbstätigen). Abzüglich der Ausgaben für Lebensmittel und Miete ergibt sich daraus ein verfügbares Einkommen von 1.300,- Euro. Das klingt nach viel Geld. Für viele deutsche Bürger reicht der Verdienst jedoch weder zum Sparen für eine Urlaubsreise oder sonstige größere Anschaffungen noch für die spätere Rente. Die Verdienstmöglichkeiten in Deutschland scheinen nicht gut genug zu sein, trotz Steigerung der Real- und Nominallöhne im vergangenen Jahr. In Duisburg verdienen die Kommunal-Manager noch am besten. Ansonsten hat die Stadt mit 24,3 Prozent sogar die drittgrößte Armutsgefährdungsquote, so zeigen es Zahlen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder.

Statistik: Armutsgefährdungsquote in den 15 größten Städten Deutschlands im Jahr 2013 | StatistaMehr Statistiken finden Sie bei Statista

Schuldnerzahl ist in NRW und Duisburg höher denn je

Was im Haushaltsbudget fehlt, wird immer häufiger durch Nebeneinkünfte hereingeholt. Im Jahr 2013 arbeiteten mehr als drei Millionen Deutsche neben ihrem Hauptberuf in einem Zweitjob. Die Bereitschaft, Schulden zu machen, ist zudem gestiegen. Fast jeder zehnte Verbraucher ist nach Auskünften der Wirtschaftsauskunftei Creditreform in Deutschland verschuldet. Nordrhein-Westfalen hat mit einem Zuwachs der durchschnittlichen Schuldnerquote um 0,14 Prozentpunkte auf 11,46 Prozent den stärksten Anstieg unter den Bundesländern zu verbuchen. Duisburg (15,9 Prozent), Dortmund (14,3 Prozent) und Essen (13,2 Prozent) sind die NRW-Großstädte, die sich auch bundesweit durch hohe Schuldner-Quoten hervortun.

Ein hohes Verschuldungspotenzial steckt besonders in Dispokrediten – jeder fünfte Deutsche greift zum Preis von hohen Dispozinsen regelmäßig oder permanent auf sein Konto-Kreditrahmen zurück. Die meisten unter ihnen landen im Minus, überziehen also noch dazu den Dispo und kommen wegen der beträchtlichen Überziehungszuschläge mit den Rückzahlungen nicht mehr hinterher.

Wie in einer Umfrage des Kurzkreditanbieters Vexcash herauskam, begleicht jeder Fünfte seinen Dispo erst nach sechs Monaten. Die Geldprobleme kommen oft dadurch zustande, dass das Gehalt bis zum nächsten Eingang bereits ausgegangen ist. 90 Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, dass ihnen bis zur nächsten Gehaltszahlung 50 bis 500 Euro fehlen würden. Für genau solche Fälle gibt es jedoch Alternativen – so kann man sich bei Vexcash.com mit einem Kurzzeitkredit Vorschusszahlungen sichern. Das Risiko der Verschuldung ist geringer, da die Rückzahlungen schon innerhalb von 30 Tagen wieder beglichen werden müssen und außerdem keine Überziehung möglich ist.

Neben finanziellen Engpässen ist auch die gewachsene Konsumlaune ein Grund dafür, warum so viele Deutsche in der Kreide stehen. Statt für die Altersvorsorge zu sparen, gehen die Deutschen von ihrem letzten Geld lieber einkaufen, größere Anschaffungen werden durch Ratenkredite finanziert. In den vergangenen drei Jahren ist die Schuldnerquote von 9,65 Prozent (6,59 Millionen Schuldner) auf 9,90 Prozent (6,67 Schuldner) im Jahr 2014 vor allem durch Rückzahlungsschwierigkeiten nach oben geschossen. Weitere Informationen dazu gibt es im Schuldneratlas 2014 nachzulesen.

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