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Modernere Bahnhöfe für NRW – Sanierungsstartschuss in Duisburg

Foto: Deutsche Bahn
Foto: Deutsche Bahn

Vertreter des Landes NRW, der Stadt Duisburg und der Deutschen Bahn haben nun die Pläne offiziell gemacht: Ab dem kommenden Jahr 2017 soll der Umbau des Duisburger Hauptbahnhofs beginnen. Ein besonderes Merkmal der neuen Gleishalle soll dabei ein wellenförmiges Glasdach sein, das nicht nur optisch reizvoll, sondern auch besonders nachhaltig sein wird, da hierdurch tagsüber die Beleuchtung durch Sonnenlicht eine künstliche Beleuchtung überflüssig werden lässt. Die tragenden Teile hingegen sollen aus Stahl angefertigt werden und der neuen Halle ein futuristisches Antlitz verleihen. Nicht saniert wird hingegen die alte Bahnhofshalle, die unter Denkmalschutz steht. Fünf bis sechs Jahre sollen die Arbeiten dauern, die das Reisen innerhalb dieser Zeit jedoch so wenig wie möglich beeinträchtigen sollen und daher Schritt für Schritt ablaufen werden.

Insgesamt sind für den Um- und Neubau rund 150 Millionen Euro veranschlagt worden – eine Investition, die sich lohnen und dem Bahnfahren wieder neuen Aufwind verschaffen soll. Die Bahn wird bereits jetzt im Duisburger Raum sehr häufig gegenüber anderen Reise-Optionen genutzt. So kommen am Duisburger Bahnhof täglich etwa 100.000 Reisende an, obwohl Alternativen wie Billigflüge oder Fernbusse in den vergangenen Jahren eine starke Konkurrenz für die Bahn dargestellt haben. Dennoch bleibt die Bahnreise insbesondere in Komfort, Einfachheit und Dauer eine wichtige Säule im Nah- und Fernverkehr in NRW und Deutschland. Auch neue Vergleichsportale wie GoEuro tragen hierzu bei, die nicht nur Flüge, Busreisen und Bahn miteinander vergleichen, sondern auch sehr einfach das schnellste oder günstigste Zugticket finden.

So ist es nachvollziehbar, dass die Pläne für Duisburg kein vereinzeltes Neubauprojekt darstellen, sondern letztlich nur den Startschuss für das Projekt „1 von 150: Moderne Bahnhöfe für NRW“ sein werden. Bis 2023 sollen in NRW 150 Bahnhöfe saniert und mit neuer Ausstattung ausgerüstet werden. Der Aufenthalt soll angenehmer, das Bahnreisen attraktiver werden, indem neue Rampen, Leuchten, Überdachungen und moderne Reiseinformationen angebracht werden. Auch der Schutz von blinden Reisenden soll erstmals in den Fokus rücken. Rund eine Milliarde planen Land, Bahn und Verkehrsbetriebe hierfür zu investieren, um Reisen in und nach NRW für die Zukunft zu rüsten und wachsender Konkurrenz standzuhalten.

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