Malerische Grenzauflösungen

13.02.2015

Foto: ralphfleck.de
Foto: ralphfleck.de

Vom 27. Februar bis 26. April 2015 zeigt das MKM Museum Küppersmühle für moderne Kunst Werke des in Freiburg lebenden Malers Ralph Fleck. Die Eröffnung für geladene Gäste findet am 26. Februar 2015 statt.

Ralph Fleck (geb. 1951) bewegt sich wie kaum ein anderer konstant und konsequent auf dem schmalen Grat zwischen realistischer und abstrakter Figuration und schafft damit Seherlebnisse, die oft erst auf den zweiten Blick ihren Kosmos offenbaren.

Das Museum Küppersmühle präsentiert erstmals in Deutschland einen retrospektiven Überblick und stellt seine malerischen Auslotungen und Umformungen realer Strukturen und Architekturen wie Alpen- und Seelandschaften, Feldstücke, Stadtlandschaften oder Stillleben vor.

Die Grenze zwischen Natur (den natürlichen Formen und Strukturen) und Architektur (den gebauten, ‚künstlichen‘ Formen und Strukturen) scheint in seinen Werken aufgelöst bzw. eine Gleichheit zu bilden; seine malerische Geste reicht vom expressiven Duktus bis zu kontrolliert und bewusst gesetzten Flächen.

Was zeichnet Ralph Flecks Bildsprache aus? Das konsequente Hinterfragen von (Bild-)Strukturen und Realitätsbegriff? Das Ausloten der Grenzen zwischen gegenständlicher und abstrakter Malerei? Das Fehlen einer echten Abbildfunktion durch die ausschnitthafte – und damit beispielhafte – malerische Konzentration auf strukturell gesetzte Formen und Farben, die zwar immer den Bezug zur Realität behalten – also erkennbar, lesbar sind – aber durch Überhöhung oder Fokussierung abstrakt erscheinen?

Alle Bilder haben ihren Ursprung im real Gesehenen: Aus unendlich vielen Fotografien, die Ralph Fleck selbst macht, wählt er im nächsten Schritt die Bildvorlage aus. Schon hier sind also der Blick des Künstlers und seine Auswahl – damit seine Handschrift – essentiell für den malerischen Akt, was er dann mit großer Leidenschaft umsetzt.

Im Laufe seines bisherigen Schaffens hat Ralph Fleck eine eigene Formensprache entwickelt, in der Reduktion, Addition und Wiederholung, das serielle Moment, eine große Rolle spielen. Die Ausstellung zeichnet den Weg des konsequenten Künstlers nach und zeigt, wie sich die künstlerische Geste und Handschrift als malerische Grenzüberschreitungen darstellen.

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