Solide Ertragslage trotz Niedrigzinsphase

28.03.2017 - 13:02 Uhr

Die Volksbank Rhein-Ruhr hat im Jahr 2016 erneut Ertragsstärke bewiesen. Das Ergebnis der Genossenschaftsbank liegt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1,21 Mio. Euro laut Thomas Diederichs, dem Sprecher des Vorstandes wieder auf einem ordentlichen Niveau.

Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages ergibt sich ein leicht gesunkener Bilanzgewinn von 1,24 Mio. Euro und die Bilanzsumme der Volksbank Rhein-Ruhr stieg im Jahr 2016 um 8,55 %, also 116,2 Mio. Euro auf 1.475 Mio. Euro. Diese Steigerung der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus knapp über 100 Mio. Euro erhöhten Refinanzierungen bei Kunden und Banken. Diese wurden von dem Kreditinstitut auf der Aktivseite in Eigenanlagen sowie zur Finanzierung des Kundenkreditwachstums verwendet. Mit dem Ergebnis für das Jahr 2016* ist der Vorstand in Anbetracht der Niedrigzinsphase durchaus zufrieden.
Thomas Diederichs hierzu: „Vor allem Genossenschaftsbanken stehen durch die umfangreiche Regulatorik immer mehr unter Druck. Eine Regulatorik, die politisch motiviert immer weiter ausgedehnt wird. Komplexe Anforderungen an das Eigenkapital können zum Beispiel die Kreditvergabe an die Wirtschaft, aber auch an Private negativ beeinflussen.“
Der Megatrend Digitalisierung beschäftigt das Institut ebenso sehr. „Unsere Mitglieder und Kunden wünschen sich eine Bank, die immer und überall erreichbar ist. Das bieten wir! Unser Multikanalangebot erstreckt sich über 16 Geschäftsstellen in Duisburg, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr und Ratingen-Lintorf, ergänzt um die Videoberatung und den telefonischen Kontakt. Mit der VR-Banking App erhalten unsere Kunden jederzeit an jedem Ort Zugriff auf ihre Konten.“ so Diederichs weiter. Rund 36.000 der insgesamt 75.000 Kunden nutzen das Onlineangebot der Volksbank Rhein-Ruhr. 1,4 Mio. Besucher zählte die Onlinefiliale im Jahr 2016.

Das Kundenwertvolumen fasst alle vermittelten und betreuten Vermögenswerte und Finanzierungen zusammen. Es ist im Jahr 2016 um 3,42 % auf 2,69 Milliarden Euro gestiegen. „Der Beweis für eine von Vertrauen und Fairness geprägte Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern und Kunden“, erklärt Diederichs. * Die Bilanz der Bank wird offiziell durch die Vertreterversammlung am 25. April 2017 festgestellt.
Mit dem zuvor genannten Kundenwertvolumen sind auch die Kundeneinlagen um 2,93 % auf 1,04 Mrd. Euro gewachsen. Depots beim Verbundpartner Union Investment legten in 2016 erneut von 289 Millionen Euro um 3,4 % auf jetzt 299 Millionen Euro zu. Wertpapierdepots im Bankbestand entwickelten sich um knapp 8 % auf jetzt 137 Millionen Euro.

Die bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall verwahrten Guthaben wuchsen so um über 6 % auf jetzt 57 Millionen Euro und die Rückkaufswerte der R+V Versicherung um 1 % auf 61 Millionen Euro.

„Das Wachstum im Bereich Fondssparen und Depots spricht für sich. Entsprechend den Anlageempfehlungen unserer Berater setzen Kunden vermehrt auf Wertpapiere. In Zeiten niedriger Zinsen ist dies eine der wenigen Alternativen zum klassischen Sparen mit Festgeldern und Sparkonten“, merkt Diederichs hierzu an.

Das Verbundeinlagevolumen ist nun auf einem neuen Höchststand von 576 Mio. Euro und einem Zuwachs von über 8 %.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist der Zinsüberschuss auf 32,4 Mio. Euro gesunken. Der Provisionsüberschuss sank leicht auf 10,4 Mio. Euro. 2016 stiegen die Sachaufwendungen um ca. 2 % von 10,5 auf jetzt 10,8 Mio. Euro. Im Gegensatz dazu sind die Personalkosten von 18,9 auf 18,7 Mio. Euro gesunken. Dabei stieg die Anzahl von 286 Mitarbeitern, davon 16 Auszubildende im Jahr 2015 auf 18 Auszubildende bei insgesamt 293 Mitarbeitern in 2016.


In Anschluss wurde noch die Terrasse für Fotoaufnahmen besichtigt.

Der Umzug der Zentrale von der Düsseldorfer Straße an den Innenhafen jährt sich nun zum ersten Mal. Mitarbeiter und Kunden fühlen sich gleichermaßen wohl in den neuen Räumen. Die Flächen im Erdgeschoss sind voll vermietet. Neben dem Café Vivo bieten das Reisebüro, die Geschäftsstellen der Bank und der Volksbank Immobilien Rhein-Ruhr sowie das König Pilsener Wirtshaus ein abwechslungsreiches Angebot.Nach Aussage von Thomas Diederichs wuchsen die Bestände an Kundenkrediten um fast 3 % auf 859 Mio. Euro. Im Jahr zuvor waren es noch 835 Mio. Euro.

In der Förderbilanz der Genossenschaftsbank wird deutlich: Spenden werden in der Region vergeben! Spenden und Sponsorings kommen Sportvereinen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, sozialen aber auch kulturellen Projekten zu Gute. Seit Beginn des Online-Spendenportals, dem Förderprogramm Rhein-Ruhr, im Jahr 2014 sind bereits 183.000 Euro durch die Mitgliederräte vergeben worden (www.foerderprogramm-rhein-ruhr.de). Mitgliederräte bestehen aus Vertretern der Mitgliederversammlung und sind Multiplikatoren aus unserer Region. Jährlich fördert die Bank die Region mit über 500.000 Euro.

Trotz erschwerten Bedingungen durch erhöhte Regulatorik ist der Vorstand mit dem Ergebnis des Jahres 2016 zufrieden. Er sieht den Folgejahren aber eher vorsichtig entgegen. Die lange Niedrigzinsphase hinterlässt immer stärkere Spuren in der Bilanz. Der Vorstand bedankt sich bei allen Mitarbeitern, Mitgliedern, Kunden und Geschäftspartnern für die von Fairness, Vertrauen, Menschlichkeit und Toleranz geprägte Arbeit. Diese führte die Volksbank Rhein-Ruhr erneut zum erfolgreichen Jahresabschluss.

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