Schnitzeljagd mit GPS-Gerät – Vom Landschaftspark Nord zum Innenhafen Duisburg

Beim Geocaching lässt sich eine Wanderung mit Rätselspaß kombinieren – die ideale Geburtstagsüberraschung für die Internet-Generation. Nur mit einem GPS-Gerät oder Smartphone sowie den Koordinaten eines “Schatzes” ausgestattet, muss man Behälter mit Rätseln finden, die jemand an ungewöhnlichen Orten versteckt hat. Ganz nebenbei erfahren die Schatzsucher während ihrer digitalen Schnitzeljagd mancherlei Interessantes über die Geschichte des Ruhrgebiets: Die 19 km lange GPS-Route führt an den Ufern der Ruhr entlang, vorbei an alten Speicherhäusern und moderner Architektur.

Startpunkt Landschaftspark Duisburg Nord

Hinter der Neumühler Straße beginnt der Landschaftspark Nord – ein Highlight der Industriekultur. Auf dem 200 Hektar großen, ehemaligen Industriegelände ist in den letzten Jahren ein riesiger Multifunktionspark entstanden, der unzählige Möglichkeiten für Verstecke bietet. Um sich bei der Suche nicht zu verirren, empfiehlt es sich, zunächst eine Führung oder einen Geocaching-Kurs zu buchen, bevor man sich ganz allein ins Gelände wagt. Denn der Park ist weitläufig: In einem Teil der Erzbunkeranlage befindet sich sogar ein alpiner Klettergarten, in dem man insgesamt 400 Routen folgen könnte. Anbieter wie Mydays bieten deshalb in vielen Städten, unter anderem in Wuppertal, Geocaching-Schnupperkurse an.

Vom Ingenhammshof zum Rhein-Herne-Kanal

Alle Rätselbehälter gefunden? Dann geht's weiter – und zwar zum Ingenhammshof, einem Lehr- und Lernbauernhof. Hier können Großstädter mit Hilfe eines Geocaching-Rätsels etwas über die Tier- und Pflanzenwelt erfahren. Bei Kindergeburtstagen bieten die Inhaber sogar eine Führung inklusive Geburtstagskuchen an. Nach einem Rundgang über die Weiden und durch die Schweine- und Hühnerställe geht es über die Alexanderstraße weiter zum Rhein-Herne-Kanal. Den Kanal wandert man entlang bis zur Styrumer Straße und folgt dieser bis zur A3. Hinter der Autobahn kann man dem grauen Asphalt auch schon wieder Ade sagen und weitere Überraschungen an der Ruhr deponieren.

Ein Stück die Ruhr entlang

Einmal an der Ruhr, weiß man wieder: Das Ruhrgebiet kann auch grün und idyllisch sein. Natur und Industriedenkmäler vereinen sich hier zu einem einzigartigen Panorama. Man befindet sich immer nah am Wasser, daher kann man jederzeit problemlos an einer der Bootsverleihstellen in ein Kanu, Paddelboot oder Schiff umsteigen. Auf der Ruhr kann man dann kleine Aufgaben schwimmen lassen, die gelöst werden müssen – nur die Strömung muss man einkalkulieren. Am Museum Küppersmühle für Moderne Kunst erreicht man schließlich den Innenhafen.



Der Endspurt

Einmal angekommen, sollte man den hart erarbeiteten Schatz in Form kulinarischer Köstlichkeiten anpeilen. Ziel der GPS-Koordinaten ist nämlich eine der Gastronomieinseln im Innenhafen von Duisburg. Zwischen den Grachtenpromenaden locken zahlreiche Kneipen, Cafés und Restaurants. Auf der Terrasse der Faktorei zum Beispiel kann man beim Schlemmen den Sonnenuntergang genießen. Zu Fuß benötigt man von dort etwa 20 bis 30 Minuten bis zum Hauptbahnhof Duisburg – oder man belohnt sich mit einer Taxi-, Bahn- oder Busfahrt.

Die Zeiten, in denen Kohlestaub die Luft des Ruhrgebiets verunreinigte, sind lange vorbei – Entgegen dem weitverbreiteten Klischee vom schmutzigen Kohleabbau bietet die Region viele Naherholungsgebiete und ist daher bestens für die digitale Schatzsuche geeignet.

  • Neues Fußgängerleitsystem für Duisburg

    Die Gliederung des Plans in vier Stadtquartiere, denen je eine Farbe zugeordnet ist, vereinfacht die Orientierung. Der Innenhafen ist blau hinterlegt, die City gelb, die Altstadt sandfarben und das Dellviertel grün.

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    Seine erste Ausstellungseröffnung als Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen führt ihn nach Duisburg: Am 21. September 2017 eröffnet Armin Laschet im MKM Museum Küppersmühle „Das Prinzip Landschaft“.