Jenseits des Medicus – Medizin im Reich der Abbasiden

Foto: Rogers Fund, 1913. www.metmuseum.org, accession number 13.152.6 - Arzt bei der Herstellung von Medizin. Aus: Dioskurides 'Materia Medica' auf arabisch, 1224.
Foto: Rogers Fund, 1913. www.metmuseum.org, accession number 13.152.6 - Arzt bei der Herstellung von Medizin. Aus: Dioskurides 'Materia Medica' auf arabisch, 1224.

Am kommenden Sonntag, 7. Februar um 11 Uhr lädt das Kultur- und Stadthistorische Museum am Duisburger Innenhafen zu einem Vortrag über Medizin im mittelalterlichen Islam ein. Im Rahmen der erfolgreichen Sonderausstellung „Häuser der Weisheit“ spricht der bekannte Arabist Prof. Dr. Hans Hinrich Biesterfeldt, der an der Ruhr-Universität Bochum im Seminar für Orientalistik und Islamwissenschaft lehrt.

„Jenseits des Medicus“, so der Aufmacher seines Vortrags, spielt auf den bekannten Roman und die Verfilmung des „Medicus“ an, zu dessen Hauptfiguren der legendäre Arzt Ibn Sina gehört. Im Vortrag wird es aber nicht nur um den persischen Universalgelehrten gehen, der bei uns lange allenfalls unter seinem latinisierten Namen Avicenna bekannt war, sondern Professor Biesterfeldt wird einen Überblick über die arabische Medizin geben und dabei insbesondere auf die verblüffenden musiktherapeutischen Ansätze der Ärzte eingehen.

Ab dem 8. Jh. entstand in der arabischen Welt eine Wissenschaftsbewegung, die ihren Ausgang im „Haus der Weisheit“ in Bagdad nahm und in der Folge dafür sorgte, dass das Wissen vor allem der Griechen, Inder und Perser ins Arabische übersetzt wurde. In den Krankenhäusern, die in allen größeren Städten entstanden, wurde viel Wert auf das seelische Wohlbefinden der Patienten gelegt. Operationen hingegen galten als riskant und wurden nur im Notfall durchgeführt. Später gelangten die arabisch-persischen Erkenntnisse über Andalusien nach Europa, wurden ins Lateinische übersetzt und hier in der Renaissance aufgegriffen.

Anmeldung nicht erforderlich, Eintritt 4,50 €
Kultur- und Stadthistorisches Museum
Johannes-Corputius-Platz 1

Innenhafen Newsletter

  • Aus metapeople wird Artefact

    Die Digitalmarketing-Agentur metapeople firmiert ab dem 31.01.2019 unter dem Namen Artefact Germany GmbH. Das Rebranding symbolisiert die strategische Neuausrichtung der Marketingspezialisten.

  • Five Boats zum Weltkrebstag in Pink

    Ab 3. Februar leuchten die Five Boats im Innenhafen pink. Mit der Farbwahl macht die Krankenkasse Novitas BKK auf den Weltkrebstag aufmerksam. Eine pinke oder rosa Schleife gilt als internationales Symbol und soll Bewusstsein für Brustkrebs schaffen.

  • Zebra-Fans kickern für den guten Zweck
    Zebra-Fans kickern für den guten Zweck

    Großer Erfolg beim zweiten MSV-Kickerturnier: 8.700 Euro kamen für die MSV-Jugendarbeit zusammen. Bericht und Fotos hier