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Motivation im Job trotz Krisensituation erhalten

30.10.2020 | Unternehmen

Offene Kommunikation

Für viele Unternehmen ist es wichtig, ihre Mitarbeiter regelmäßig zu motivieren, damit am Ende die gesetzten Ziele auch erreicht werden. Besonders in Krisensituationen ist es nötig, alle bei Laune zu halten.
Die Wahrheit über Motivation ist aber, dass man die Mitarbeiter nicht ständig motivieren muss. Es müssen aber grundlegende Dinge beachtet und umgesetzt werden, damit am Ende alle Seiten davon profitieren.
Dazu gehört auch die offene Kommunikation zwischen Mitarbeiter und Vorgesetzte. Mitarbeiter müssen die Möglichkeit bekommen, auch bei (persönlichen) Problemen, zum Arbeitgeber gehen zu dürfen und diese zu besprechen. In einer Arbeitswelt mit vielen verschiedenen Akteuren ist es nicht zu vermeiden, dass Probleme immer wieder auftauchen. Sei es das respektlose Verhalten des Teamleiters von letzter Woche, die unbezahlten Überstunden oder der Ärger über die eine Mitarbeiterin, die nur beim Auftauchen des Chefs arbeitet. In Krisensituationen tauchen dann noch mehr Probleme auf, die besprochen werden müssen. Unternehmen können beispielsweise wöchentliche Meetings oder persönliche Feedbackgespräche einführen, damit jeder die Möglichkeit hat, sich zu äußern. Dies beeinflusst das Mitarbeiterengagement erheblich und auch das Unternehmen profitiert langfristig davon.

Gruppe Tisch Laptop

Freiraum gewähren

Des Weiteren ist es vonnöten, den Mitarbeitern Freiraum zu gewähren. Es ist zwar wichtig, klare Ansprachen zu geben und die Aufgaben klar zu definieren. Die Mitarbeiter müssen aber bei der Umsetzung zumindest etwas Freiraum bekommen, in welcher Form auch immer. Fühlt sich z.B. der Azubi durch den Vorgesetzten eingeengt und ständig kontrolliert, ist es nur eine Frage der Zeit bis er wieder weg ist. Auch Berufseinsteiger müssen ihre Freiheiten im Job bekommen. Das bedeutet nicht, dass sie alles selber entscheiden dürfen. Das heißt beispielsweise, ihnen Gleitzeit zu gewähren oder ihnen die Entscheidung zu geben, welche Aufgabe sie zuerst erledigen wollen. Im Idealfall und wenn im Job möglich, nur das Wochenziel klar definieren und den Mitarbeiter dann arbeiten lassen. Es ist auch möglich, ein Tagesziel zu formulieren und den Mitarbeitern für diesen Tag Freiheiten zu gewähren. Selbst in Krisensituationen werden alle wieder gerne ins Büro oder zur Arbeit gehen, da jeder Einzelne sich dadurch wertgeschätzt fühlt.

Gemeinschaftsgefühl stärken

Trotz des Freiraums, wo jeder selbstständig arbeiten darf, muss das Unternehmen bzw. der Vorgesetzte für ein Gemeinschaftsgefühl sorgen. Neben individueller Entfaltung ist die soziale Komponente essentiell für die Mitarbeiter und somit für den Erfolg des Unternehmens. Ab einem gewissen Punkt spielt das Monetäre keine Rolle mehr. Fühlt der Angestellte aufgrund von fehlender Gemeinschaft o.ä. sich unwohl, wird er auch nicht mehr alles für das Unternehmen geben. Es ist selbsterklärend, dass die Beziehung zum Kollegen anders ist als zu einem guten Freund, den man schon seit Jahren kennt. Nichtsdestotrotz sollte das Ziel sein, die kollegiale und ehrliche Beziehung zu fördern. Eine Teambuilding-Maßnahme für Berufseinsteiger oder neue Kollegen am Anfang reicht nicht aus. Es müssen in regelmäßigen Abständen gemeinsame Abende veranstaltet werden, wo man auch die Möglichkeit bekommt, den anderen näher kennenzulernen. Es wird mit Sicherheit auch Kollegen geben, die Arbeit und Privates trennen wollen und an einer solchen Veranstaltung kein Interesse haben. Dies müsste von allen Mitarbeitern, samt Vorgesetzten, akzeptiert und respektiert werden. Daher sollten solche Treffen in den meisten Fällen auch freiwillig sein. Teambuilding-Maßnahmen oder Seminare zur Teamentwicklung sollten hingegen verpflichtend sein und zu den Arbeitszeiten zählen. Ansonsten würden die wenigsten daran interessiert sein, auch nach dem stressigen Arbeitstag, sich mit den Kollegen zu treffen. Beim gemeinsamen Essen im Restaurant sollte man den Mitarbeitern die Wahlfreiheit lassen. Durch das gemeinsame Erleben von Dingen, das gemeinsame Treffen außerhalb der Arbeitszeit und die persönlichen Gespräche wird das Gemeinschaftsgefühl aller Beteiligten gestärkt. Jeder lernt den anderen besser kennen, der Umgang zueinander wird ehrlicher und offener. All diese Maßnahmen sind nicht immer und überall umsetzbar. Das Gemeinschaftsgefühl und das Wohlbefinden der Mitarbeiter sollten aber immer an erster Stelle stehen.