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Abbildung 1: Die Zinsen sind ein wichtiger Faktor bei der Auswahl des passenden Kreditangebots. Doch sie sind nicht der einzige Punkt, auf den Kreditinteressenten bei einem Kreditvergleich achten sollten

Online Kredite vergleichen: Darum lohnt es sich

10.01.2023 | Unternehmen

Gründe für die Aufnahme eines Kredites gibt es viele: die Anschaffung neuer Möbel, Autoreparatur, Autofinanzierung, Umschuldung oder Hauskauf. Wer sich die Mühe macht, Kredite zu vergleichen, kann nicht nur Geld sparen. Mit einem Kreditvergleich kann jeder exakt das für die eigenen Bedürfnisse und Voraussetzungen passende Kreditangebot finden. Besonders einfach sind dabei Online-Kreditvergleiche. Dabei genügt die einmalige Eingabe der persönlichen Daten, um einen aussagekräftigen Vergleich zu erhalten. Was ist dabei zu beachten? Wie groß ist das Sparpotenzial?

Wozu dient der Kreditvergleich?

Mit einem Kreditvergleich können Kreditnehmer nicht nur Geld sparen, sondern für sich persönlich die perfekten Konditionen finden. Dafür ist es wichtig, sich zunächst Gedanken über den gewünschten Kredit zu machen und die Kreditsumme genau festzulegen. Der Vertragsabschluss sollte nicht bei der erstbesten Bank erfolgen. Dafür sind die Angebote der Kreditinstitute zu verschieden. Zu bedenken ist dabei allerdings, dass die Kreditkonditionen, vor allem der Effektivzins, von der Bonität des Antragstellers abhängen.

Für einen Kreditvergleich ist es heute nicht mehr notwendig, zur Hausbank und weiteren Banken zu gehen, vorher Termine auszumachen und zu warten. Kreditvergleiche sind ganz einfach online möglich. Dort gibt es zeitnah und schnell die Möglichkeit, die persönliche Kreditsumme in Bezug auf effektiven Jahreszins und weitere Konditionen bei verschiedenen Banken zu vergleichen.

Je mehr Angebote ein Interessent einholt, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dabei das allerbeste Angebot mit den günstigsten Zinsen zu finden. Kreditvergleichsportale, wie der Kreditrechner von FINANZCHECK.de ermitteln automatisch mehrere Kreditangebote von verschiedenen Anbietern. Schon geringe Zinsunterschiede oder kleine Differenzen bei den Zusatzoptionen können für eine große Geldersparnis sorgen. Die Zinsunterschiede zwischen den verschiedenen Banken sind zum Teil erheblich. Zudem gibt es nicht bei allen Anbietern die gleichen Zusatzoptionen. Auch das lässt sich leicht über ein Vergleichsportal herausfinden.

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Abbildung 2: Die Kreditlaufzeit bestimmt über die Ratenhöhe und umgekehrt.

Die folgenden Parameter vergleichen die Portale:
- effektiver Jahreszins
- Verhältnis der Laufzeit zur Ratenhöhe
- Möglichkeit kostenlos Sonderzahlungen zu leisten
- Möglichkeit einer kostenlosen Ratenpause
- volldigitaler Vertragsabschluss
- bei Umschuldung, ob es einen Kreditwechsel-Service gibt
- bei Autokrediten, ob die Zulassungsbescheinigung bei der Bank zu hinterlegen ist

Vergleich der effektiven Jahreszinsen von besonderer Bedeutung

Bei einem Kreditvergleich sind die effektiven Jahreszinsen von hoher Wichtigkeit. Sie sind die wichtigste Grundlage für den Vergleich der verschiedenen Angebote. Der effektive Jahreszins enthält nicht nur die Sollzinsen, sondern auch alle anderen Kosten und Gebühren, die der Kreditnehmer im Zusammenhang mit dem Kredit bezahlen muss.

Der Sollzins sagt nur etwas über die reinen Zinskosten aus, die für die Kreditsumme zu zahlen sind. Sie sind keine gute Vergleichsgrundlage, weil die Kosten teilweise sehr unterschiedlich sind. Der effektive Jahreszins macht einen schnellen und einfachen Kreditvergleich möglich.

Welche Vorteile haben Online-Kreditvergleiche?

Die verschiedenen Kreditangebote lassen sich auf einen Blick miteinander vergleichen.
Der Interessent kann den Kreditvergleich jederzeit und überall durchführen, einzige Voraussetzungen sind ein internetfähiges Endgerät und Internet. Der Kreditvergleich funktioniert sogar mit dem Smartphone.
Mit einem Kreditvergleich lassen genau die Kreditangebote ermitteln, die auf die persönlichen Anforderungen des Kreditnehmers zugeschnitten sind, mit den besten Konditionen und den günstigsten Zinsen.
Die Kreditangebote passen alle zu den persönlichen Voraussetzungen.
Am Ende sparten Kreditnehmer bares Geld, weil sie das bestmögliche Angebot mit niedrigen Zinsen nutzen können.

Worauf sollten Kreditnehmer bei einem Kreditvergleich besonders achten?

Zunächst ist es wichtig, dass sich der Interessent darüber im Klaren ist, für welche Pläne konkret das Geld aus dem Kredit sein soll. Viele Kreditangebote sind auf bestimmte Verwendungszwecke ausgerichtet und haben teilweise abweichende Konditionen. Der klassische Ratenkredit ohne Zweckbindung beispielsweise ist ein Konsumentenkredit, mit dem sich viele Vorhaben realisieren lassen. Ein zweckgebundener Kredit, wie beispielsweise der Autokredit, darf der Kreditnehmer zwar nicht für etwas anderes verwenden. Dafür gibt es allerdings auch bessere Konditionen, weil die Bank durch das Fahrzeug eine zusätzliche Sicherheit hat. Auch ein Wohnkredit, der für die Sanierung oder Renovierung einer Immobilie vorgesehen ist, hat bessere Konditionen.

Da die Konditionen der verschiedenen Kredite stark voneinander abweichen können, ist ein Kreditvergleich in jedem Fall sinnvoll. Wichtig dabei ist, immer nur die Angebote eines Kredittyps miteinander zu vergleichen.

Die Auswahl des richtigen Zinsmodells

Bei Krediten gibt es Angebote mit festen Zinsen über die gesamte Laufzeit und Angebote mit einem variablen Zinssatz. Die Bank passt den Zinssatz in festgelegten Abständen an den aktuellen Marktzins an. Er kann mal etwas höher oder etwas niedriger sein.
Bei den einzelnen Kreditarten weichen die Zinsen oft erheblich voneinander ab. Daher ist es wichtig, immer nur einen Kredittyp als Grundlage für den Vergleich zu verwenden. Kredite mit variablem Zinssatz eignen sich gut für eine kurzfristige Finanzierung, wenn die Marktzinsen niedrig sind.

Ein festgeschriebener Kreditzins sorgt für mehr Planungssicherheit. Der Zins bleibt über die gesamte Kreditlaufzeit oder zumindest über einen fest vereinbarten Zeitraum immer auf dem gleichen Niveau, egal wie sich die Marktbedingungen verändern. Daraus ergibt sich finanzielle Stabilität, was vor allem bei einer längeren Laufzeit vorteilhaft ist. Grundsätzlich gibt es hier allerdings nicht die richtige oder die falsche Variante. Das Zinsmodell muss in erster Linie in den finanziellen Rahmen des einzelnen Kreditnehmers passen.

Bei flexible Darlehensformen ist Vorsicht geboten

Die Angebote mit flexiblen Zinsen sind oft sehr verlockend, zumindest auf den ersten Blick. Kunden können damit einen höhen Kreditrahmen bekommen, der ähnlich wie ein Dispokredit funktioniert. Sie zahlen nur Zinsen für das tatsächlich in Anspruch genommene Geld bis zum vereinbarten Kreditrahmen. So können Kreditnehmer diesen Kredit auch mehrfach in Anspruch nehmen oder die Kreditsumme immer wieder voll ausschöpfen. Auch die Ratenhöhe können die Kreditnehmer in einem gewissen Rahmen selbst bestimmen. Dadurch entsteht der Eindruck, der flexible Kredit gibt dem Kreditnehmer besonders viel Freiheiten.

Dem stehen jedoch große Nachteile gegenüber. Je nachdem wie sich die Zinsen entwickeln, verändert sich die Mindestrate. Steigen die Zinsen, steigen auch die monatlichen Kreditkosten. Schließlich ist ein variabler Zinssatz vereinbart. Steigen die Zinsen und die Rate bleibt gleich, verlängert sich die Laufzeit, sodass es am Ende länger dauert, bis das Darlehen vollständig getilgt ist.

Solche Angebote sehen am Anfang verlockend aus. Doch häufig gilt der Aktionszins aus dem Angebot nur für die ersten ein oder zwei Monate und wird danach an die Marktentwicklung angepasst. Die Bank ermittelt die Zinsbelastung bei diesen Krediten immer nachträglich zum Monats- oder Quartalsende. Das geht oft zulasten des Überblicks. Kreditnehmer wissen nicht, wie lange es dauert, bis das Darlehen vollständig zurückgezahlt ist und sie wissen auch nicht, wie viel Geld die Finanzierung insgesamt kostet. Wer den Darlehensrahmen immer wieder ausschöpft, hat am Ende einen undurchschaubaren Darlehensverlauf. Häufig sind Rahmendarlehen der Anfang einer dauerhaften Verschuldung oder sogar Überschuldung. Das gilt ganz besonders dann, wenn der Kreditnehmer daneben auch den Dispokredit seines Girokontos in Anspruch nimmt.

Mögliche Zusatzkosten beachten

Für einen optimalen Vergleich ist es zunächst wichtig, sich am effektiven Jahreszins zu orientieren. Darin sind neben den Sollzinsen auch alle anfallenden Kosten enthalten. Vor dem Vertragsabschluss ist es sinnvoll, im „Preis- und Leistungsverzeichnis“ des Kreditgebers nach versteckten Kosten zu suchen. Diese können ein vermeintlich günstiges Angebot wesentlich verteuern, wenn beispielsweise Gebühren anfallen, wenn der Kreditnehmer den Zahlungsplan oder den Zahlungszeitpunkt ändern möchte, eine Ratenpause braucht oder eine Sondertilgung leisten will.

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Abbildung 3: Die Online-Kreditbeantragung ist besonders schnell und vor allem auch papierlos. Die Auszahlung erfolgt oft innerhalb weniger Tage, manchmal sogar noch am selben Tag.

Was enthält das Gesamtpaket noch?

Der Zinssatz ist der Hauptakteur bei einem Kreditvergleich. Doch neben möglichen Zusatzkosten gibt es noch weitere Faktoren, die eine wichtige Rolle spielen. Die Konditionen für den Kredit sollten fair und transparent sein. Der Kredit sollte flexible Anpassungs- und auch Auszahlungsmöglichkeiten haben. Wer schnell über das Geld verfügen möchte, um beispielsweise ein Schnäppchenangebot zu nutzen, braucht einen Kredit mit Sofortauszahl am gleichen Tag. Wer den Kredit schneller abbezahlen will, braucht die Möglichkeit, kostenlose Sondertilgungen zu leisten. Wenn es notwendig ist, sollte sich die Kreditsumme ohne weitere Komplikationen einfach erhöhen lassen. Auch der Aufwand für die Beantragung ist ein wichtiger Punkt. Die Online-Beantragung erfolgt ganz ohne Papierkram und lästige Postlaufzeiten.

Warum sich ein Kredit sogar lohnen kann

Die Entscheidung für einen Kredit sollte jeder reiflich überlegen. Schließlich handelt es sich dabei um eine langfristige finanzielle Verpflichtung. Mit einem Wohnkredit ist es möglich, das eigene Zuhause zu renovieren und damit die Wohn- und Lebensqualität zu steigern. Im Idealfall steigt damit auch der Wert der Immobilie. Dabei ist es wichtig, alles gut zu planen.

Zudem kann ein Kredit eine gute Alternative sein zum Dispokredit. Der Dispokredit gewährt zwar einerseits finanzielle Freiheit: Es kommt noch Geld aus dem Automaten, auch wenn keines mehr auf dem Konto ist. Und auch Überweisungen lassen sich noch durchführen und Abbuchungen gehen nicht zurück. Doch diese Freiheit zahlen die Kontoinhaber teuer. Die Zinsen liegen um viele Prozentpunkte höher als die eines Ratenkredits. Wer ständig den Dispokredit in Anspruch nehmen muss, sollte sich Gedanken über eine günstigere Alternative machen. Der Rahmenkredit ist zwar auch nicht optimal, aber meistens günstiger als der Dispokredit. Eine Umschuldung in einen günstigen Ratenkredit kann dabei helfen, die monatlichen Kosten zu senken und die Finanzen wieder in den Griff zu bekommen.

Ist eine Restschuldversicherung wirklich notwendig?

Bei vielen Kreditangeboten gibt es die Option, eine Restschuldversicherung abzuschließen. Damit können Kreditnehmer ihre Angehörigen absichern, sodass diese im Todesfall den Kredit nicht zurückzahlen müssen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass diese Versicherungen nur dann zahlen, wenn die Erkrankung erst nach Vertragsabschluss eingetreten ist. Sie greift nicht im Fall von Berufsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit. Viele Banken vermitteln den Eindruck, dass der Kreditnehmer den Kredit ohne die Restschuldversicherung nicht bekommt. Die Restschuld-Police kann in einigen Fällen sinnvoll sein, beispielsweise um die Familie abzusichern, damit sie das Haus nicht verliert, das mit dem Kredit finanziert wurde. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, die Konditionen und auch den jeweiligen Nutzen für den Kreditnehmer im Einzelfall genau zu überprüfen.

Abbildung 1: Pixabay © geralt (CC0 Public Domain)
Abbildung 2: Pixabay © nattanan23 (CC0 Public Domain)
Abbildung 3: Pixabay © stevepb (CC0 Public Domain)