Die Sanierung des Marientors geht in die nächste Phase

15.07.2026 | Unternehmen | Standort

Marientor
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Die Sanierung des Sperrtors am Marientor geht in die nächste Phase. Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg haben im Namen und Auftrag der Stadt Duisburg die Bauleistungen für die umfassende Erneuerung des zentralen Hochwasserschutzbauwerks ausgeschrieben. Mit der Maßnahme wird das Sperrtor für die kommenden Jahrzehnte gesichert. Für die dringend notwendige Sanierung wurden durch die Bezirksregierung Düsseldorf Finanzmittel in Höhe von mehr als 20 Millionen Euro bewilligt.

Das Sperrtor am Marientor liegt zwischen Außenhafen und Innenhafen und bildet eine wichtige Schutzlinie für die tief liegenden Bereiche der Duisburger Innenstadt. Bei Rheinhochwasser schützt die Anlage den Innenhafen und die Innenstadt. Rund 20.000 Menschen sowie Vermögenswerte von mehr als zwei Milliarden Euro werden durch das Hochwasserschutzbauwerk geschützt.

Das fast 100 Jahre alte Sperrwerk entspricht in wesentlichen Teilen nicht mehr den heutigen technischen Anforderungen. Nach mehr als 90 Jahren Betriebszeit sind zentrale Bauteile der Anlage sanierungs- und erneuerungsbedürftig. Dazu zählen insbesondere das Sperrtor selbst, die Maschinen- und Anlagentechnik sowie weitere technische Komponenten der Hochwassersperrtoranlage. Das Tor selbst wird vollständig ersetzt. Dafür wird das Bauwerk entsprechend angepasst; zudem wird die maschinelle Ausrüstung modernisiert. Ziel der Maßnahme ist es, die Funktionsfähigkeit und Sicherheit des Bauwerks langfristig zu erhalten und es an heutige technische Anforderungen anzupassen.

„Das Sperrtor am Marientor ist ein zentraler Baustein des Duisburger Hochwasserschutzes. Mit der geplanten Sanierung investiert die Stadt in die Sicherheit der Menschen in der Innenstadt und in den Schutz wichtiger Infrastruktur“, sagt Thomas Köhne, Bereichsleiter für die Ingenieur-Bauwerke, Deichbau und Hochwasserschutz. „Uns ist bewusst, dass die Maßnahme während der Bauzeit mit Einschränkungen verbunden sein wird. Wir werden daher frühzeitig und transparent über die weiteren Schritte informieren.“

Die Sanierung hat zur Folge, dass die Durchfahrt am Sperrtor während der Bauarbeiten dauerhaft gesperrt werden muss. Die Sperrung ist vor allem aus Gründen des Arbeitsschutzes erforderlich, damit die Arbeiten sicher und fachgerecht durchführt werden können.
An beiden Seiten des Tores wird der Arbeitsbereich mithilfe von Tauchkästen trockengelegt. Durch die dadurch verengte Durchfahrt wäre das Risiko zu groß, dass ein Schiff mit einem Tauchkasten kollidiert und der Baustellenbereich in der Folge geflutet wird. Zeitweise wird die Durchfahrt auch vollständig trockengelegt. Zu diesem Zweck wird zunächst ein zweiter Dammbalkenverschluss auf der Außenseite des Sperrtors errichtet. Zusammen mit dem bereits vorhandenen Dammbalkenverschluss kann so die gesamte Breite des Tores trockengehalten werden.

Der Hochwasserschutz bleibt auch während der Bauzeit gewährleistet. Der im Jahr 2016 fertiggestellte Notverschluss, der bisher als Redundanz für das Sperrtor fungierte, wird während der hochwassergefährdeten Zeit vom 1. November bis 31. März dauerhaft geschlossen. Eine Durchfahrt ist in diesem Zeitraum nicht möglich.

Die betroffenen Nutzerinnen und Nutzer des Hafens werden rechtzeitig über Beginn, Dauer und konkrete Auswirkungen der Sperrung informiert, sobald die weiteren Bauabläufe feststehen.

Nach Abschluss des Vergabeverfahrens sollen die Bauarbeiten nach aktueller Planung im Frühjahr 2027 beginnen. Die Fertigstellung ist für 2029 vorgesehen.